sonnenstundenimjanuar
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Viele werden die vergangenen Wochen und den Januar bislang als ziemlich trüb erlebt haben. Was den Januar angeht stimmt dies zwar für einige Regionen im Land tatsächlich, jedoch nicht für alle. Wir werfen einen Blick auf die Daten.

Unsere Grafik zeigt die bislang gemessenen Sonnenstunden sowie deren Verhältnis zum Monatssoll in Prozent. Da etwa ein Drittel des Monats hinter uns liegt, kann man Werte um die 30 % als normal einstufen. Vergleichsweise wenige Sonnenstunden kamen demnach in der ersten Januardekade in den mittleren Landesteilen zusammen (Türkis eingefärbte Werte). Das Schlusslicht bildet allerdings der Westen. So brachte es der Flughafen Köln-Bonn gerade einmal auf 3,2 Stunden Sonne, was 7% des Monatssolls entspricht. Tiefdruckeinfluss war hier der dominierende Faktor.

Im südlichen Deutschland liegen die Werte hingegen verbreitet im normalen Bereich mit 26 % in Frankfurt am Main, 30 % in Stuttgart und 32 % in Nürnberg (Grün). Ein wenig mehr Sonne hat der äußerste Süden abbekommen, wo Nebellagen dieser Tage ausblieben und sich Föhneffekte von den Alpen bemerkbar machen konnten (Gelb). Als begünstigt sticht aber vor allem der Norden hervor. Dort genügten bereits ein bis sonnige Tage – genauer der 7. und 8. Januar - um die Bilanz derart ins Positive zu verschieben.

In den nächsten beiden Tagen wird sich das aktuelle Bild  nicht allzu sehr verändern, denn die Sonne macht sich eher rar. Am Sonntag und Montag dürften aber  recht viele Sonnenstunden zusammen kommen. Gebietsweise könnte dann das Monatssoll bereits in greifbare Nähe rücken. In den Wintermonaten, die auch im klimatischen Durchschnitte nicht gerade mit Sonnenstunden glänzen, haben eben schon wenige sonnige Tage einen großen Effekt.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

hr/ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 11.01.2018 19:15 Uhr