Genetische Manipulationen sind dank neuer Technologien fast ein Kinderspiel. Theoretisch kann jeder Laie am Küchentisch Bakterien gentechnisch verändern – so werben zumindest US-amerikanische Unternehmer, die Gen-Baukästen an jedermann verkaufen.

Doch wie gefährlich ist das? Und wie hoch ist das Risiko, dass leichtsinnige Genversuche in irgendeinem Labor auf der Welt schief gehen oder gar mutwillig neue, gefährliche Krankheitserreger kreiert werden?

Bio-Hacking - Gentechnik-Baukästen für zu Hause

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Einmal selbst Gott spielen: Dieser Traum scheint greifbar zu sein. Angeblich kann jeder Laie problemlos Gene manipulieren und so das Erbgut von Bakterien umprogrammieren. Man kann theoretisch sogar per Baukasten aus dem Internet daheim Genmanipulation betreiben. Wie leicht lassen sich zum Beispiel Bakterien gentechnisch verändern? Und wie gefährlich kann so ein Experiment werden? Nina Schmidt hat es – unter Aufsicht – ausprobiert! [mehr]

Mixed Reality - Arbeiten mit dreidimensionalen Modellen

mann trägt eine VR-Brille
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Ein Unternehmen aus Heilbronn will "Mixed Reality" für die Industrie nutzbar machen. Mit einer Datenbrille lassen sich technische Bauteile dreidimensional im Raum darstellen. So sollen Techniker und Ingenieure defekte Maschinen auch vom anderen Ende der Erde warten und reparieren können: Sie arbeiten einfach an einem dreidimensionalen Modell der Maschine. Das spart vor allem dort Geld, wo sonst ein Spezialist von weit her eingeflogen werden müsste. Mixed Reality, so sehen es viele Experten, wird durch die konkreten Anwendungen für die Industrie eine immer größere Rolle spielen. [zum Video]

Künstliche Intelligenz - was ist KI?

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Jahrzehntelang haben Menschen davon geträumt, künstliche Intelligenz zu erschaffen. Maschinen, die lernen können – genau wie wir. Immer wieder haben Wissenschaftler angekündigt, sie könnten intelligente Maschinen bauen. Und immer wieder sind sie gescheitert. Doch langsam werden sie Wirklichkeit; die Maschinen von heute können lernen. Die dabei benutzten Rechenverfahren orientieren sich an der Arbeitsweise unseres Gehirns: Sie simulieren ein dicht verwobenes Netz aus Nervenzellen. [zum Video]

Handy-App macht Unsichtbares sichtbar

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Wäre das nicht toll? Verbrauchertäuschungen einfach mit einem ganz normalen Smartphone aufdecken: Ist der Apfel Bio oder mit Pestiziden belastet, sind Medikamente gefährliche Fälschungen oder sind Lackschäden am Auto überlackiert worden? Eine neuartige App des Fraunhofer Instituts in Magdeburg kann all das verraten. Sie macht aus dem Smartphone ein Analysegerät, das die chemische Beschaffenheit von Objekten erkennen und somit unterscheiden kann.  Die Einsatzmöglichkeiten der App sind nahezu unbegrenzt. Kann so das Smartphone demnächst tatsächlich Spezialwissen und teure Analysegeräte ersetzen? [mehr]

Blutspende: gefährliche Bluttransfusionen - Teil 1

Blutspende
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In deutschen Operationssälen werden pro Jahr über vier Millionen Bluttransfusionen gegeben. Zu viel, sagen die Ärzte der Uniklinik Frankfurt. Viele Transfusionen wären vermeidbar, wenn die Patienten vorher körperlich auf die Operation vorbereitet werden würden. Auf die Art könnte man nicht nur viel Geld sparen. Vor allem blieben vielen Patienten die teils gravierenden Langzeitfolgen erspart, die eine Bluttransfusion nach sich zieht, sind die Mediziner überzeugt. [zum Video]

Blutspende: gefährliche Bluttransfusionen - Teil 2

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Bluttransfusionen helfen kurzfristig Leben retten, können aber langfristig sehr gefährliche Nebenwirkungen haben: Komplikationen nach Operationen, Herz-Kreislaufleiden, Schlaganfälle bis hin zu Krebserkrankungen. Doch da es im Notfall keine Alternative zur Bluttransfusion gibt, wurden die Langzeitfolgen lange unter den Teppich gekehrt. Erst in wenigen Kliniken setzt sich die Erkenntnis durch, dass hier etwas getan werden muss. [zum Video]

Moderation: Thomas Ranft

Sendung: hr-fernsehen, "Alles Wissen", 02.11.17, 20:15 Uhr