Schätzungsweise zehn Millionen Menschen sind bundesweit von einer Angststörung betroffen. Weitere Themen: Dreiste Abzocke – Trotz Anklage nimmt eine Rohrreinigungsfirma weiter Kunden aus | Kein Geld ohne Erbschaftssvollmacht - Wie mühsam Erben sein kann | Ackern bis zum Umfallen - Landwirte am Limit | Kein Krankengeld trotz Arbeitsunfall - defacto hilft | Umstrittenes Pflanzschutzmittel – Wie ein hessischer EU-Abgeordneter gegen Glyphosat kämpft | Realer Irrsinn – Die verrückten Hausnummern von Idstein.

Panikattacken, Herzrasen, Schwindelanfälle – Wenn Angst krank macht 

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Schätzungsweise zehn Millionen Menschen sind bundesweit von einer Angststörung betroffen. In den meisten Fällen ist eine Angststörung sehr gut zu therapieren. Das Problem ist, dass es bei vielen erst spät oder gar nicht erkannt wird. Meistens sind es mehrere Faktoren, die bei einer Angststörung zusammenkommen. Es können sowohl Prägungen aus der Kindheit sein, aber auch genetische Einflüsse oder ein schweres Trauma. "defacto" hat Erwin Bach aus Frankfurt getroffen und mit ihm über seine Krankheit gesprochen. Er hat lange mit diffusen Angstgefühlen gelebt: Furcht vor Menschen, Dunkelheit und sogar Musik. Seit er eine Therapie macht, geht es ihm besser.

Dreiste Abzocke  – Trotz Anklage nimmt eine Rohrreinigungsfirma weiter Kunden aus

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Sie nennen sich zum Beispiel "Martins Rohrreinigung"oder auch "Rohrreinigung Kraus" und versprechen schnelle Hilfe bei verstopften Abflüssen. Aber Vorsicht! Dahinter verbirgt sich häufig eine Firma aus dem Rhein-Main-Gebiet, die bundesweit ahnungslose Kunden mit horrenden Rechnungen abzockt. Und das, obwohl sie oft das Problem gar nicht behoben haben. Sie wird von mutmaßlichen Betrügern betrieben, die bereits wegen ähnlicher Vergehen in Untersuchungshaft saßen. Das Verfahren steht noch aus, die Verdächtigen sind auf freiem Fuß und haben die Geschäfte offenbar auf einen Verwandten umgeschrieben. So geht die dreiste Abzocke weiter.

Kein Geld ohne Erbschaftssvollmacht - Wie mühsam Erben sein kann

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Adelheid S. aus Oberursel weiß nicht mehr weiter. Sie und 20 weitere Erben haben Geld von ihrem Bruder Rudolf B. geerbt. Eigentlich eine schöne Sache, doch die große Erbengemeinschaft kommt nicht an das Geld heran, obwohl gerichtlich bereits geklärt ist, wer wie viel erben soll. Der Bruder ist bereits vor zwei Jahren gestorben. Das Problem: Das Geld liegt auf der Sparkasse in Seligenstadt. Und die verlangt für die Auflösung des Kontos eine "Erbschaftsvollmacht" - ein Dokument der Sparkasse. Auf diesem Dokument muss die Gemeinschaft einen Vertreter bestimmen, der dann im Namen aller Erben die Konten auflösen und das Geld entsprechend des Erbscheines verteilen kann. Dafür müssen die Erben in eine Sparkassenfiliale gehen und dort von einem Sparkassen-Mitarbeiter ihre Unterschrift und Identität bestätigen lassen – soweit die Theorie. In der Praxis aber weigern sich andere Sparkassen-Filialen die Unterschrift auf dem Formular zu bestätigen. Seit zehn Monaten geht das jetzt schon so, und eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Unverständlich: Andere Banken hingegen haben das Erbe von Onkel Rudolf ganz problemlos ausgezahlt.

Ackern bis zum Umfallen - Landwirte am Limit

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Milchkrise, Nachwuchssorgen und harte Arbeitszeiten - Alltag für hessische Landwirte. Viele Existenzen stehen inzwischen auf der Kippe. Es ist nicht einfach, den Höfen eine Zukunft zu geben. "defacto" hat sich selbst ein Bild davon gemacht und einen Tag bei einem Landwirt in Mittelhessen mitgearbeitet.

Kein Krankengeld trotz Arbeitsunfall - defacto hilft

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Der Handwerker Mario Paul aus Edertal hatte vor einem Jahr einen Arbeitsunfall. Bei einem Einsatz fiel er mitsamt seiner Werkzeugtasche die Treppe hinunter und verletzte sich das rechte Kniegelenk. Trotz Operation hat Herr Paul bis heute starke Schmerzen. Seit dem Unfall ist er krankgeschrieben. Aber nach einigen Monaten stellen sich Krankenkasse und Berufsgenossenschaft (BG) quer, wollen keine Leistungen mehr bezahlen. Seitdem bezieht Herr Paul weder Verletztengeld von der BG, noch Krankengeld von der Krankenkasse. Er weiß nicht mehr weiter und wendet sich an "defacto".

Umstrittenes Pflanzschutzmittel – Wie ein hessischer EU-Abgeordneter gegen Glyphosat kämpft

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Seit rund 40 Jahren werden in der Landwirtschaft Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat verwendet. Im Dezember endet die EU-Zulassung. Bis dahin will die Kommission entscheiden, ob das Herbizid in Europa weiterhin eingesetzt werden darf  und wie lange noch. Ist der Stoff krebserregend? Darüber streiten sich die Lobby-Fronten unerbittlich. Martin Häusling ist Biolandwirt aus Bad Zwesten und grüner Abgeordneter im EU-Parlament. Seit Jahren kämpft er gegen den Einsatz von Glyphosat - und gegen einen mächtigen Gegner. Denn hinter Glyphosat steht eine riesige Chemie-Lobby.

Realer Irrsinn – Die verrückten Hausnummern von Idstein

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Seit über 40 Jahren wohnt Irmgard Fein in ihrem Haus in Idstein mit der Hausnummer 1. Bis irgendwann die Stadt entschied, dass dieses Haus doch lieber die Nummer 2 haben soll. Schließlich dürften die Häuser auf dieser Seite der Straße nur gerade Hausnummern haben. Blöd nur, dass die Hausnummer 2 schon vergeben ist. Nämlich an die Nachbarn von Irmgard Fein. Deshalb wirft die Post seitdem die Briefe von Frau Fein in den Briefkasten der Nachbarn. Jetzt lauert die über 90jährige täglich auf den Postboten, um die Briefe rechtzeitig abzufangen. Doch bis die alte Dame es an die Tür geschafft hat, landet die Post meist schon im falschen Briefkasten.

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 30.10.2017, 20:15 Uhr