Straftaten im Krankenhaus - immer wieder werden Patienten bestohlen oder angegriffen. Auch auf teure medizinische Geräte haben es professionelle Diebesbanden abgesehen. Außerdem: Die Recycling-Lüge - Prozessbeginn zum Woolrec-Skandal | Regional statt von weit weg - Wie das Wiesbadener "Kiezkaufhaus" Amazon Konkurrenz macht | Zu hohe Kosten in der Seniorenresidenz - defacto hilft

Sven Wiebreyer aus Biblis ist immer noch geschockt. Als er nach einer Untersuchung zurück in sein Zimmer im Krankenhaus kommt, sieht er, wie gerade ein Dieb sein Handy klaut. Er versucht ihn aufzuhalten, doch der Dieb verletzt ihn an der Hand und kann fliehen. Über 2.800 Straftaten verzeichnet die Polizei jährlich, aber nur rund jede dritte Straftat wird aufgeklärt. Mittlerweile versuchen die Krankenhäuser mit eigenem Sicherheitsdienst oder speziellen Einlass-Chipkarten aufzurüsten. "defacto" gibt Tipps, worauf Patienten achten müssen und: wie sie sich schützen können.

Die Recycling-Lüge - Prozessbeginn zum Woolrec-Skandal

Der Skandal um die Recycling Firma Woolrec beschäftigt nun auch die Strafgerichte. Die mittlerweile geschlossene Firma aus dem mittelhessischen Tiefenbach hatte krebserzeugende künstliche Mineralfasern zu einem angeblich harmlosen Produkt namens "Woolit" recycelt, das bei der Herstellung von Ziegeln eingesetzt wurde. Vor mehr als sechs Jahren hatten defacto-Recherchen gezeigt, dass das Produkt "Woolit" nicht harmlos, sondern krebserzeugend ist. Nun müssen sich der Ex-Firmenchef  und sein Gutachter vor dem Strafgericht verantworten. Ihnen wird vorsätzlicher, unerlaubter Umgang mit Abfällen in über 50 Fällen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Gießen spricht von besonders schweren Fällen, weil die Beschuldigten aus Gewinnsucht gehandelt hätten.

Regional statt von weit weg  - Wie das Wiesbadener "Kiezkaufhaus" Amazon Konkurrenz macht

Wer im Internet Produkte bestellt, bekommt seine Ware oft über Länder hinweg geliefert. Das wollen die Macher von der Online-Plattform "Kiezkaufhaus" ändern. Sie setzen auf regionale, Inhaber-geführte Läden und auf Nachhaltigkeit. Die Transportwege versuchen sie so kurz wie möglich zu halten, liefern die Produkte nur per Fahrrad aus. Von Büchern über Blumen bis hin zu frischen Lebensmitteln, beim "Kiezkaufhaus" gibt es alles, was der Einzelhandel zu bieten hat. Die Produkte gibt es zum Ladenpreis, aber für das Ausliefern fällt eine Servicegebühr von bis zu sieben Euro an. Funktioniert die Geschäftsidee? "defacto" hat sich selbst ein Bild gemacht.

Zu hohe Kosten in der Seniorenresidenz - defacto hilft

Kurt Fischer ist vor zwei Jahren mit seiner Lebenspartnerin in eine Seniorenresidenz gezogen. Um eine individuelle Versorgung zu erhalten, schlossen beide mit der Residenz einen Betreuungsvertrag ab. Leider verstarb die Lebenspartnerin von Kurt Fischer nach einiger Zeit. Trotzdem wurde ihm über Monate weiter der Beitrag für zwei Personen abgebucht. Mehrfach hat er versucht den Sachverhalt mit der Seniorenresidenz zu klären, hat sogar eine Anwältin eingeschaltet. Trotzdem kam es zu keiner Einigung. "Jetzt reicht’s" hat sich Kurt Fischer gedacht und "defacto" um Hilfe gebeten.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 22.01.2018, 20:15 Uhr