"Light + Building", Buchmesse, Ambiente, Musikmesse – allein die Internationale Automobilausstellung lockt alle zwei Jahre weitaus mehr Menschen nach Frankfurt, als die Großstadt Einwohner hat.

Die Messe hat die Stadt schon seit dem Mittelalter geprägt. Sie ist mit verantwortlich dafür, dass Frankfurt zur bedeutenden Handelsmetropole wurde. 

Heute gehört das Frankfurter Messegelände zu den größten weltweit. "Erlebnis hessen" zeigt spektakuläre Aufnahmen der Messearchitektur und taucht ein in die ruhmreiche Vergangenheit der Messe. 

Die Sendung ermöglicht spannende Blicke hinter die Kulissen und zeigt die Frankfurter Messe aus Perspektiven, die dem Besucher normalerweise verborgen bleiben. Keine andere Messe in Deutschland hat beispielsweise eine so moderne Sicherheitszentrale - und die Großküche versorgt bis zu 10.000 Menschen am Tag. 

Architektonische Besonderheiten

Das Messegelände in Frankfurt ist eines der größten weltweit – mit zum Teil eigenwilliger Architektur. Während die typische Messehalle der 1960er Jahre noch rein funktional und schlicht war, setzt man heute auch auf Ästhetik. Halle drei, die der britische Stararchitekt Nicholas Grimshaw entworfen hat, gilt als eine der modernsten und schönsten Messehallen Europas. Und der berühmte Messeturm von Helmut Jahn ist längst zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Zur Messe hat er allerdings nie gehört. 

Geschichte der Frankfurter Messe

Mittelalter 
Der heutige Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main hat seine Wurzeln im kaufmännischen Treiben des Mittelalters. Hier kreuzten sich mehrere wichtige Fernhandelsrouten. Das machte die Stadt für Kaufleute attraktiv. 1240 gewährte Kaiser Friedrich II. allen zur Messen nach Frankfurt reisenden seinen Geleitschutz. Die Stadt entwickelte sich zu einem der europäischen Handelszentren. Auch die Frankfurter Börse ist durch die Messe entstanden. 

Jahrhundertwende (spätes 19./ frühes 20. Jh.) 
Industrieausstellungen sind der Trend des späten 19. Jahrhunderts. Die internationale Elektrotechnische Ausstellung erregt Aufsehen in der ganzen Welt – eine von zahlreichen Veranstaltungen, für die irgendwo in Frankfurt teure Hallen aufgebaut und danach wieder abgerissen werden. Ein dauerhaftes Ausstellungsgelände muss her. Den Auftrag erhält der Architekt Friedrich von Thiersch. Von seinen umfassenden Plänen für das Gelände wird nur die Festhalle realisiert. 1909 ist sie fertig. 

50er Jahre 
Nach dem Zweiten Weltkrieg will Frankfurt wieder Messestadt sein. Die 50er Jahre stehen im Zeichen des Wirtschaftswunders. Neuer Schwung kommt in die Frankfurter Messe. Und die ist immer auch eine Momentaufnahme des Zeitgeistes.