Grundschulen werden geschlossen, Gasthöfe machen dicht: Überall sterben die Dörfer aus. Doch in Heckenbeck, einem Dorf zwischen Harz und Solling, ist das anders. In keinem anderen Dorf in Südniedersachsen gibt es so viele Kinder pro Einwohner, Wohnraum ist knapp. Kirsten Rübe ist Anfang vierzig und kam der Liebe wegen dorthin. Sie ist geblieben, weil sie dort ihren Traumjob gefunden hat. Die Gärtnermeisterin weiß sich bei den örtlichen Bauern Respekt zu verschaffen. Mit ihrer genossenschaftlich organisierten Landwirtschaft versorgt sie viele Menschen in dem 480-Einwohner-Dorf mit frischem Biogemüse. Kai Bergengruen gilt als der unermüdliche Macher in Heckenbeck. Egal was es ist, die Freie Schule, die junge Familien aus Berlin und Hamburg anlockt, oder seine Streuobstwiesen, wo sich Dorfbewohner zur Ernte versammeln und als Gegenleistung Apfelsaft bekommen: Nach über 15 Jahren in Heckenbeck gibt es für den Familienvater keinen schöneren Ort zum Leben. Elfriede Kiehne ist weit über siebzig. Ihr geht es genauso. Als die "gute Seele" im Dorf engagiert sie sich ehrenamtlich, wo sie nur kann. Und sie hat ein großes Herz für die Fußballer. Sie wäscht deren Trikots und brät Frikadellen, die bei Spielern und Zuschauern heiß begehrt sind. Vor gut dreißig Jahren kamen Menschen nach Heckenbeck, die aus der Stadt heraus wollten und von einem alternativen Landleben träumten. Auch Elisabeth Möller, Mitte sechzig, ist hier gelandet. Inzwischen hat sich die Lebenskünstlerin ihr kleines Paradies aufgebaut. Sie managt das Dorftheater und "erdet" sich selbst beim Ritt mit ihren Pferden. Heckenbeck ist ein besonderer Ort. Alteingesessene und Neubürger haben hier ein Stück Heimat gefunden. Der Film spürt dem "Phänomen Heckenbeck" nach und gibt Gelegenheit, mithilfe sehr authentischer Szenen in das bunte, alternative Landleben einzutauchen.