Entsetzt muss Kommissar Wallander miterleben, wie eine 15-Jährige sich vor seinen Augen verbrennt. Während die schockierenden Bilder dieses Suizids ihm noch vor Augen stehen, ermittelt er bereits in zwei weiteren Fällen, den Morden an einem ehemaligen Justizminister und einem reichen Kunsthändler.

Der Polizist tritt auf der Stelle, auch die Unterstützung eines Profilers bringt ihn nicht weiter. Erst der Hinweis eines heruntergekommenen Journalisten, der vergeblich versuchte, einen Politskandal aufzudecken, bringt Wallander auf die richtige Spur. - Die kongeniale Neuverfilmung des gleichnamigen Mankell-Bestsellers glänzt durch die exzellente Darstellung des englischen Starschauspielers Kenneth Branagh in der Rolle des Kommissars Kurt Wallander.

Wallander ist geschockt: Eine völlig verängstigte junge Frau, die sich in einem Rapsfeld versteckt hält, übergießt sich vor seinen Augen mit Benzin und zündet sich an. Welches Motiv brachte die 15-Jährige nur dazu, sich auf solch grausame Weise umzubringen? Die bohrende Frage beschäftigt den Kommissar auch noch, als er schon den nächsten Fall klären soll. Gustav Wetterstedt, ehemaliger Justizminister, wird vor seiner Strandvilla erschlagen und skalpiert. Nachdem kurz darauf der wohlhabende Kunsthändler Arne Carlman auf die gleiche Weise ermordet wird, drängt sich die Vermutung auf, es handele sich um einen Serientäter. Gegen seinen Willen muss Wallander deshalb mit einem Profiler kooperieren. Der ehrgeizige junge Mats Ekholm erklärt dem Kommissar, er müsse nach einem Täter suchen, der sich im Alltag völlig unauffällig verhält. Von diesem hilfreichen Ratschlag ist Wallander ebenso begeistert wie von der Aussicht, seinem mürrischen Vater Povel, zu dem er kein gutes Verhältnis hat, einen Geburtstagsbesuch abzustatten. Die erste heiße Spur ergibt sich durch einen Hinweis des versoffenen Ex-Reporters Lars Magnusson: Als investigativer Journalist versuchte er nachzuweisen, dass Wetterstedt und Carlman in eine Affäre mit minderjährigen Prostituierten verstrickt waren. Doch die ehrenwerten Herren wurden von dem inzwischen pensionierten Vize-Polizeichef Hugo Sandin gedeckt. Der nächste Mord passt merkwürdigerweise nicht ganz ins bisherige Muster: Das Opfer ist kein Prominenter; außerdem wurde es nicht nur skalpiert, ihm wurden auch die Augen verätzt. Durch Magnussons Hinweis, die Skalpierungen könnten der Rettung einer anderen Seele dienen, kommt Wallander der Verdacht, dass er die falsche Fährte verfolgt.

Es scheint, als habe Henning Mankell die Rolle seines melancholischen Ermittlers Kurt Wallander Kenneth Branagh auf den Leib geschrieben: Als Meister der minimalen Gesten spielt der in Belfast geborene Wahlengländer den schwedischen Kommissar mit britischer Zurückhaltung. Mit ihrer psychologischen Tiefenschärfe überzeugen Branaghs Filme nicht nur darstellerisch, sondern auch in ihrer perfekten Spannungsdramaturgie.

Darsteller:
Kurt Wallander: Kenneth Branagh
Anne-Britt Hoglund: Sarah Smart
Lisa Holgersson: Sadie Shimmin
Svedberg: Tom Beard
Martinsson: Tom Hiddleston
Nyberg: Richard McCabe
Povel Wallander: David Warner
Linda Wallander: Jeany Spark
Mats Ekholm: Joseph Chance
Gertrude: Polly Hemingway
Wetterstedt: Malcolm Tierney
Lars Magnusson: John McEnery
Hugo Sandin: Michael Culver
Arne Carlman: Lars Humble
Anita Carlman: Jill Baker
Erika Carlman: Alisa Arnah
und andere
Drehbuch: Richard Cottan
Musik: Martin Phipps
Kamera: Anthony Dod Mantle
Regie: Philip Martin