Hagenbecks Federvieh ist im kollektiven Brutfieber. Nur ein Vogel kann scheinbar nicht mithalten: Im Ibis-Nest liegen Steine statt Eier. Dave Nelde gibt das Verhalten des Tieres Rätsel auf. Probesitzen für das nächste Jahr oder eine ausgewachsene Eier-Neurose? Eine Antwort gibt es nicht. Kaum hat Dave die Volière verlassen, klettert der Ibis auf seine Steineier zurück. Nicht, dass die noch kalt werden. Kombuko verlässt Hagenbeck. Für dieses Ereignis haben die Tierpark-Azubis sogar berufsschulfrei bekommen. Alle stehen bereit, um den jungen Giraffenbullen zu verladen. Der Umzugswagen ist mit Überwachungskamera und Spezialdach ausgerüstet. Oberstes Gebot: Unfälle und Stress vermeiden. Doch das ist leichter gesagt als getan: Kombuko ist der Transporter überhaupt nicht geheuer. Und so büxt er jedes Mal wieder aus, zurück in seinen Stall. Drei Verlade-Versuche scheitern, und dann hat Thomas Günther noch eine Idee. Mandschurenkraniche gehören zu den wertvollsten Vögeln bei Hagenbeck – Starallüren inklusive. Außerdem haben sie äußerst spitze Schnäbel, denen man besser aus dem Weg gehen sollte. Beim Reinigen des Geheges braucht Dave Nelde also eigentlich Augen im Hinterkopf: Auf leisen Sohlen schleicht ihm Männchen Ming hinterher. Eine falsche Bewegung, und der Kranich piekt aus dem Hinterhalt zu. Zum Glück kennt Dave seine Pappenheimer. Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr? Gilt nicht bei den Klapperschlangen: Brutpflege ist denen schnuppe, und so sind die kleinen Babyrasseln in der Natur von Geburt an auf sich gestellt. Im Tropen-Aquarium ist da zum Glück noch Dr. Guido Westhoff davor: Weil eine der jungen Schlangen nicht selbstständig frisst, leistet der Schlangenexperte erste Futterhilfe. Auf dem Speiseplan: tote Maus. Jetzt nur Vorsicht vor den Giftzähnchen.