Zweiundfünfzig neue Fische frisch vom fünften Kontinent - im Tropen-Aquarium ist der Gute-Laune-Pegel so hoch wie der Wasserstand im Großen Hai-Atoll. Doktorfische, ein Geigenrochen und ein riesiger Napoleonfisch verstärken von nun an die illustre Einwohnerschar. Doch zunächst bedeuten die Neuzugänge viel Arbeit für Dr. Guido Westhoff und seine Mitarbeiter. Alles muss genauestens überprüft werden: pH-Wert, Sauerstoff- und Salzgehalt. Erst nach Tagen der sanften Eingewöhnung in der Quarantänestation dürfen die Tiere in die Schaubecken. Hagenbecks Federvieh genießt schon geschlossen den Frühling. Nur die Pelikane hocken noch im Winterquartier. Damit auch für sie die Badesaison beginnt, kommt Tierärztin Dr. Adriane Prahl zur Visite. Einmal durchzählen, Jungtiere chippen – und vor allen Dingen: die Flugfedern stutzen. Nicht, dass die demnächst in der Hamburger Alster baden. Mit der Straßenverkehrsordnung hat es nur wenig zu tun, aber: Auch für Elefanten braucht man einen "Führerschein". Robert Miersch ist neu im Elefantenhaus und möchte gern mehr Verantwortung tragen. Dazu gehört auch, dass er auf den Dickhäutern reiten kann. Für die Stunde bei "Fahrlehrer" Thorsten Köhrmann braucht Robert geeignetes Schuhwerk, Lenkhilfen - und einen Elefanten. Und wie immer, wenn einer reiten lernt, trifft es die geduldigste unter den Elefantenkühen: Shandra. Die 45-Jährige stört es nicht einmal, wenn man sie mit einem Automatikwagen vergleicht. Für die Tierpfleger im Tropen-Aquarium ist das Arbeiten sommers wie winters gleichbleibend - und zwar heiß. Dass 28 Grad Celsius aber subjektiv sehr unterschiedlich sein können, zeigt sich bei besonderen Aufgaben wie der Zwergmangusten-Vorsorgebehandlung. Weil die flinken Kleinen gegen eine Darminfektion geimpft werden sollen, müssen Frank Wolf und Dr. Flügger sie zunächst erstmal einfangen - eine ausgesprochen schweißtreibende Angelegenheit.