Frederic von Anhalt tritt seit seiner Heirat mit Zsa Zsa Gabor als Promi in Erscheinung, der mit allen Mitteln im Scheinwerferlicht stehen will. Seinen Adelstitel hat er nicht durch Geburt erhalten, er hat ihn sich als Erwachsener durch Adoption erworben. Warum wurde er der, der er ist, und was sagt seine Selbstinszenierung aus über die Gesetze des Boulevards und das "System Hollywood"? Dies ergründet der Film von Nicola Graef. Frederic von Anhalt wurde als Hans-Robert Lichtenberg in einem Hunsrücker Dorf geboren. Als ungeliebtes Kind war er immer auf der Suche nach Anerkennung und Ruhm. Durch seine Ehe mit dem Star Zsa Zsa Gabor stieg er in die Szene Hollywoods auf und wurde zum Zeugen einer Welt, die sich glamourös und glanzvoll darstellt, in der jedoch knallharte Mechanismen greifen. Was die wenigsten wissen: Jahrelang pflegte er seine Frau. Erstmals gewährt der 1943 geborene Frederic von Anhalt Einblick in das wahre Leben als "Prinz von Hollywood". Er versteht sich als Animateur der vergnügungssüchtigen Hollywood-Gesellschaft und hält ihr ironisch den Spiegel vor. Der Prinz nimmt mit bei seinen Besuchen auf dem roten Teppich, zum Shoppen und packt sein privates Fotoalbum aus, ein Geschichts- und Geschichtenbuch Hollywoods par excellence. Unbekannte Geschichten der Hollywood-Ikone Gabor werden erzählt und lassen ahnen, dass es schon vor dreißig Jahren um die richtige Inszenierung in der Öffentlichkeit ging. Als Hans-Robert Lichtenberg alias Prinz Frederic von Anhalt nach Hollywood kam, war ihm eines ganz klar: "Man braucht eine gute Story und ein Bild, das sich die Leute von einem einprägen können." Was hat Hollywood aus dem kleinen einsamen Jungen aus Rheinland-Pfalz gemacht? Welche ist nun seine eigene Geschichte? Zsa Zsa Gabor hat ihm die Türen in Hollywood geöffnet, er ist Teil der Hollywoodfamilie geworden. Aber: Hat ihn dieses Leben wirklich weniger einsam gemacht? Der Film zeigt bislang unbekannte Seiten des Prinzen und lässt unter anderem auch seinen Bruder, seinen besten Freund, Schulfreunde von früher und Konsul Weyer zu Wort kommen.