Bei dem Namen Tom Waits fallen einem sofort die raue Stimme und die vielen melancholischen Bluesstücke ein, die der inzwischen 63-jährige Amerikaner im Laufe seines bewegten Songwriter-Lebens geschrieben hat.

Die lyrischeren und melodischeren Songs in seinem Werk präsentiert nun die mit höchstem Kritikerlob bedachte Norwegerin Rebekka Bakken, die ebenfalls mit einer bemerkenswerten Stimme gesegnet ist. Begleitet wird sie von der hr-Bigband unter Leitung von Jörg Achim Keller. „Mir war von Anfang an klar, dass nur eine weibliche Stimme in Frage kommen würde, wenn nicht Tom Waits selbst der Solist sein würde“, sagt Keller, der die Stücke für die Jazzband arrangiert hat. Es ist die erste Zusammenarbeit zwischen dem Gastdirigenten der hr-Bigband und Rebekka Bakken. Doch schon beim ersten Kontakt habe er gemerkt, dass sie eine gemeinsame Sprache sprechen. Immer nah an den Wurzeln von Folk, Blues und Vaudeville, hat Waits viele Songs geschrieben, deren Schönheit erst von anderen Interpreten aufgedeckt werden musste. Oft landeten sie erst als Coverversionen in den Charts. Auch Jörg Achim Keller suchte nach den Perlen im Œuvre des einzigartigen Künstlers. Rebekka Bakkens Stimme bewegt sich mühelos zwischen rauen, rauchigen Klängen und klaren, hellen Tönen. Mit ihrem enormen Ausdrucksspektrum scheint die in Oslo geborene Sängerin, die sich selbst als „Singer-Songwriterin, die für verschiedene Stilrichtungen offen ist“ bezeichnet, perfekt für dieses Projekt zu sein.