Wohnen mit Holz ist wieder en vogue. Innenarchitekten entdecken den Werkstoff neu. Schreiner und Holzkünstler bauen daraus schicke Möbel und Wohnaccessoires. Ganz anders als noch vor zwanzig Jahren stehen jetzt Astlöcher oder gar Risse im Holz auf der Wunschliste der Kunden. Je kerniger der Look, desto besser. Sogar ganze Wände gestaltet die Schreinerzunft im Hüttenlook. So ein unverfälschtes Stück Natur bringt Wärme und Rückhalt in die vier Wände. Ein weiterer Trend ist Altholz. In Angelbachtal bei Sinsheim bauen die zwei Brüder Uwe und Jürgen Pfister Vollholzküchen aus den Eichenbalken abgerissener Scheunen. Ihre Küchen sind so etwas wie Zeitzeugen. Und in Neustadt an der Weinstraße verwertet ein junger Designer die Dauben alter Barriquefässer und fertigt daraus Eichenstühle mit echtem Weinflair. So ein "Upcycling" von Werkstoffen kommt bei den Verbrauchern an. Die Dokumentation macht deutlich, dass handwerklich gefertigte Möbel aus Holz ihr verstaubtes Image schon lange abgelegt haben. Sie gelten heute als elegant und technisch ausgereift. Für diesen Trend stehen etwa die Produkte der Holzmanufaktur Stuttgart oder die Möbel der Furnierspezialisten Sarah Maier aus Markgröningen. Ihre Produkte sind fast so etwas wie Kunstwerke.