ARD-Radsportkommentator Florian Naß blickt zurück auf die Anfänge des Rennens im Mai 1962, das zunächst das Ziel hatte, den Henninger Turm und die namensgebende Brauerei populär zu machen. Und er spannt den Bogen über 6 Jahrzehnte bis zu den Ideen für die Zukunft.

Aus dieser Werbe-Idee wurde das bekannteste Radrennen Deutschlands, das allerdings nicht nur den Profis und den Weltstars eine Bühne bereitet, sondern auch Kindern, Jugendlichen und Amateuren die einmalige Chance bietet, am gleichen Tag ihr eigenes Rennen zu bestreiten. Die Gründer und Gebrüder Moos legten genau diesen Grundstein. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Ehemalige Sieger wie John Degenkolb, Kai Hundertmarck oder Fabian Wegmann blicken deshalb auch auf ihre Anfänge zurück.

Der Radklassiker Eschborn-Frankfurt hat Krisen und Terrorwarnungen überstanden, sich den Charme des Besonderen bewahrt und dabei die Jedermänner und Jederfrauen ebenso begeistert, wie die kleinsten Kinder auf dem Laufrad. Der Radsport hat sich zu einem Massenphänomen verändert und der 1. Mai ist dabei geblieben, wie er ist: Ein Fest der Emotionen und der totalen Nähe. Eine Dokumentation über Menschen, die diesen Tag lieben, mit Fundstücken aus privaten Sammlungen und Glückwünschen der größten Radprofis aller Zeiten – so wie Eddy Merckx.


Ein Film von Florian Naß
Sendung: hr-fernsehen, "60 Jahre Radrennen", 01.05.2021, 18:45 Uhr