aprilbilanz
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Der April 2019 war hierzulande der 13. zu warme Monat in Folge

Das hat es seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881 noch nicht gegeben. Zudem war es sehr trocken und sonnescheinreich, vor allem in den östlichen Bundesländern. Verursacht wurden diese Witterungsanomalien von überwiegendem Hochdruckeinfluss. Dadurch gelangten mit einer vorwiegend südlichen bis östlichen Strömung warme kontinentale Luftmassen nach Deutschland.

Das Temperaturmittel lag deutschlandweit mit 9,6 Grad Celsius um 2,2 Grad über dem Wert durchschnittlichen Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Das Skandinavienhoch „Katharina“ sorgte hierbei anfangs für eine eher kühle Witterung mit Höchstwerten, die nur wenig über dem Gefrierpunkt lagen. Danach verlagerte es sich jedoch ostwärts, so dass Mitteleuropa in den Zustrom warmer Luftmassen aus Südosteuropa gelangte. So kletterte das Thermometer am 25. sowohl in Kitzingen als auch in München auf 28,1 Grad.

Durch das Hochdruckwetter war es aber auch sehr niederschlagsarm, vor allem in den östlichen Bundesländern. Aber beispielsweise auch auf der Fränkischen Alb und im Passauer Land kam bis zum 25. örtlich nur etwa 1 Liter pro Quadratmeter zusammen. Das Saarland verzeichnete als einziges Bundesland eine durchschnittliche Niederschlagsmenge. Im gesamten Bundesgebiet fielen nur etwa 30 Liter pro Quadratmeter, normal wären 53.

Zudem war es dank häufigem Hochdruckwetter auch sehr sonnig. Mit 220 Stunden Sonnenschein lag der April deutlich über dem Soll von 154 Stunden und gehört somit zu den fünf sonnenscheinreichsten seit Messbeginn im Jahr 1951. Am sonnigsten war es dabei in Mecklenburg.-Vorpommern mit 310 Stunden. Im Allgäu und im Südwesten war es dagegen mit örtlich unter 140 Stunden deutlich trüber.

Dienstag, 30. April 2019

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 30.04.2019 19:15 Uhr