jahresrueckblick

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 war es nur 2014 und 2018 wärmer.

Mit 10,2 Grad lag die bundesweite Mitteltemperatur in 2019 um 2,0 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990, der aktuell noch gültigen Klimanormalperiode. Der Abstand zum Wert aus 2014 ist aber so knapp, dass nach Auswertungen weiterer Messungen in den kommenden Tagen eventuell auch 2019 noch zweitwärmstes Jahr werden könnte.

Lediglich der Mai war kühl und nass und wies mit minus 1,2 Grad eine negative Abweichung auf. Sonst lagen alle Monatsmittel über dem Durchschnitte, der Juni war mit einer Abweichung von plus 4,4 Grad sogar der wärmste und mit rund 300 Sonnenstunden auch der sonnigste seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen.

Am wärmsten übers Jahr war es mit 12,3 Grad sowohl in Köln Stammheim als auch im Frankfurter Westend. Während einer ungewöhnlichen Hitzewelle vom 24. bis 26 Juli wurde gleich an 14 Stationen der bisherige bundesweite Temperaturrekord von 40,3 Grad überschritten. Am sonnigsten mit insgesamt 2121 Stunden war es in Rheinfelden, am trübsten in Wittmundshafen, wo die Sonne nur 1430 Stunden schien. Der trockenste Ort mit lediglich 351 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war Erfurt.

Dabei war es deutschlandweit mit 94 Prozent nur geringfügig zu trocken. Jedoch fielen gerade über die Sommermonate von Juni bis August mit 175 Litern pro Quadratmeter nur 73 Prozent der üblichen Menge. Infolge der Trockenheit aus dem Vorjahr kam es in weiten Gebieten zu einer erheblichen Verschärfung der Dürre. Aktuell ist es in tieferen Bodenschichten vor allem in Sachsen, im Süden Brandenburgs sowie in Teilen Bayerns noch zu trocken.

Montag, 30. Dezember 2019

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 30.12.2019 19:15 Uhr