rekordwaerme
Bild © hr

2018 könnte das bisher wärmste und trockenste Jahr in Deutschland seit Messbeginn werden

Laut einer Pressemitteilung des Deutschen Wetterdienstes war es in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 in den Monaten Januar bis November noch nie so warm und trocken wie in diesem Jahr. Auch die seit 1951 gemessene Sonnenscheindauer lag in diesem Zeitraum höher als im Rekordjahr 1959.

Die Mitteltemperatur lag mit 11 Grad Celsius um 2,1 Grad über dem langjährigen Mittel der Referenzperiode zwischen 1961 und 1990. Bis November fielen deutschlandweit 482 Liter pro Quadratmeter, das sind lediglich 67 Prozent der üblichen Menge. Dagegen lag die Sonnenscheindauer bisher bei 1990 Stunden, das sind 32 Prozent mehr als üblich. Da im Dezember eine hochsommerliche Hitzewelle ausgeschlossen werden kann, steht der diesjährige Rekord an heißen Tagen mit Höchstwerten über 30 Grad sowie an Sommertagen mit Höchstwerte über 25 Grad bereits fest.

Diese Rekorde passen sich in den beobachteten Erwärmungstrend von etwa einem Grad seit Beginn der Industrialisierung ein, der in Verbindung mit von Menschen ausgestoßenen Treibhausgasen steht. Zudem wurde dieses Jahr eine auffällige Häufung von Hochdruck-Wetterlagen beobachtet, die durch besonders warme, trockene und sonnige Witterungen charakterisiert sind. Ein möglicher Einfluss der globalen Erwärmung auf die Häufung solcher Wetterlagen wird diskutiert. Der Klimawandel ist also auch hierzulande längst angekommen.

Dienstag, 4. Dezember 2018

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 04.12.2018 19:15 Uhr