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Ein Hoch sorgt ab Mittwoch für laue Sommerabende im April, doch wie lange dämmert es aktuell?

Der Tag endet, wenn die Sonnenscheibe vollständig unter dem Horizont verschwunden ist. Das ist am 18. April in Flensburg um 20:30 Uhr, in Frankfurt/M. um 20:23 Uhr und in Garmisch-Partenkirchen um 20:08 Uhr der Fall. Die Dauer des gesamten Sonnenuntergangs dauert in Mitteleuropa etwa drei bis vier Minuten.

Danach beginnt zunächst die sogenannte bürgerliche oder zivile Dämmerung. Bei wolkenlosem Himmel, ist dann noch Zeitungslesen im Freien möglich und helle Himmelsobjekte wie die Planeten Venus oder Jupiter sind bereits sichtbar. Die bürgerliche Dämmerung endet per Definition, wenn die Mitte der Sonnenscheibe 6 Winkelgrad unter dem Horizont steht, in Flensburg am Mittwoch um 21:10 Uhr, in Frankfurt um 20:58 Uhr und in Garmisch um 20:41 Uhr. 

Danach schließt sich die sogenannte nautische Dämmerung an. Nun werden auch lichtschwächere Sterne sichtbar, die man auch zur Positionsbestimmung auf See verwendet, daher der Name. Sie endet, wenn die Sonnenmitte 12 Grad unter dem Horizont steht, am 18. April in Garmisch um 21:21, in Frankfurt um 21:40 Uhr und in Flensburg erst um 22:00 Uhr.

Dann beginnt aber immer noch nicht die Nacht, sondern die astronomische Dämmerung. Erst wenn die Sonnenscheibe 18 Grad unter dem Horizont steht ist absolut kein Sonnenlicht mehr am Firmament sichtbar. In Garmisch ist es dann bereits 22:04 Uhr, in Frankfurt 22:28 Uhr und in Flensburg sogar schon 23:00 Uhr. Drei Tage nach Neumond ist es dann abseits der großen Städte nahezu vollständig dunkel geworden. In den Städten sorgt das Streulicht künstlicher Lichtquellen für Lichtverschmutzung. Diese ist in und um Ballungszentren so stark, dass Stadtkinder in einer sternklaren und mondloden Nacht auf dem Land beim Anblick des Sternenhimmels immer wieder ins Staunen geraten.

Donnerstagfrüh endet in Frankfurt am Main die Nacht bereits um 4:18 Uhr mit der astronomischen Dämmerung, ab 5:07 Uhr beginnt dann die nautische, um 5:50 Uhr die bürgerliche Dämmerung. Dann kann man mit etwas Glück auch noch Sternschnuppen beobachten. Denn zwischen dem 16. und 25 April befinden wir uns in der Nähe der Lyriden, ein Meteorstrom, der jedes Jahr um diese Jahreszeit sichtbar wird. Um 6:24 Uhr schließlich beginnt mit dem Sonnenaufgang ein sonniger und trockener Frühlingstag mit sommerlichen Höchstwerten. 

Montag, 16. April 2018

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 16.04.2018 19:15 Uhr