regenbisdienstag

Bis Dienstag droht an den Nebenflüssen der Donau Hochwasser.

Bis Montagmorgen sind seit Samstag im Süden Baden-Württembergs und Bayerns bereits bis über 50 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen, wie beispielsweise mit 58 Litern in Weingarten oder 57 Litern in Kempten.

Mit einer nördlichen Strömung wird bis Dienstag weiterhin feuchte Luft an die Alpen gedrückt, so dass sich der Stauregen weiter fortsetzen kann. So werden in weiten Teilen Süddeutschlands bis in die Nacht auf Mittwoch zusätzliche 20 bis 50 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen. Im Alpenvorland werden 50 bis 100 Liter erwartet, direkt an den Alpen können sogar bis über 100 Liter zusammen kommen.

Da die Böden in diesen Regionen durch ergiebige Regenfälle der vergangenen Wochen bereits gesättigt sind und kaum noch weiteres Wasser aufnehmen können, steht zu erwarten, dass diese neuen Regenmengen größtenteils oberflächennah abfließen und damit rasch die Pegel der Nebenflüsse der Donau ansteigen lassen.

Ab Mittwoch beruhigt sich jedoch die Wetterlage und in den folgenden Tagen stellt sich unter zunehmendem Hochdruckeinfuss eine wahrscheinlich länger andauernde trockene und hochsommerliche heiße Witterung ein. Damit dürfte sich die Lage an den Alpen schnell wieder entspannen. In der Mitte Deutschlands verschärft sich dagegen aber die Trockenheit weiter, denn hier hat es in den vergangenen Wochen viel zu wenig geregnet und die oberen Bodenschichten sind verbreitet ausgetrocknet.

Montag, 3. August 2020

Tim Staeger

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 03.08.2020 19:15 Uhr