März-Rekorde
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Der März kann sich sowohl frühsommerlich als auch hochwinterlich präsentieren.

Der Frühling war ja in der zweiten Februarhälfte ungewöhnlich früh in Fahrt gekommen. Nun hat sich jedoch eine wechselhafte Witterung mit Schauern und Gewittern eingestellt. Auf den Bergen kann es zwischen durch sogar Neuschnee geben. Zumindest bis über das kommende Wochenende dauert das kühle Westwetter noch an. Dabei sind viele nun Wintermüde und sehnen sich nach Frühlingswärme. Die kann es im März auch schon geben, Winterrückfälle sind jedoch um diese Jahreszeit ebenfalls nichts Außergewöhnliches.

Der Sonnenstand und die Tageslänge sind Anfang März etwa so wie Anfang Oktober, Ende März schon wie Mitte September. Jedoch sind die Wassertemperaturen am Ende des Winters deutlich tiefer als im Herbst, wenn sich die Meere über den Sommer hinweg aufgewärmt haben. Zudem befindet sich in hohen nördlichen Breiten im März meist noch kalte Luft, die je nach Wetterlage bis nach Mitteleuropa vordringen kann.

Dreht die Der Wind auf Südwest, gelangt somit also Luft aus Nordafrika über Spanien und Frankreich nach Mittelleuropa kann es an sonnigen Tagen im März mit deutlich über 20 Grad auch schon mal frühsommerlich warm werden. Bei Nord- und Ostlagen ist aber auch noch strenger Frost unter minus 10 Grad möglich. In München beispielsweise beträgt die Differenz zwischen Rekordwärme und kältester Märznacht 49 Grad! Zu keiner anderen Jahreszeit hängt der Wettercharakter so stark von der Richtung ab, aus der die Luft nach Deutschland gelangt.

Dienstag, 5. März 2019

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 05.03.2019 19:15 Uhr