eisigenacht
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Die vergangene Nacht war in vielen Regionen die kälteste Nacht des zu Ende gehenden Winters. Wir blicken auf einige Messwerte.

Im Vergleich zur vorigen Nacht, also der zu Dienstag, brachte die Nacht zu Mittwoch noch flächendeckender strengen Frost. Denn auch in den Niederungen im Westen und Nordwesten Deutschlands wurde öfter die Minus-10-Grad-Marke nach unten geknackt. Nur unmittelbar an den Küsten von Nord- und Ostsee, auf den Inseln, rund um das Ruhrgebiet sowie an Nieder- und Mittelrhein blieb es zum Teil etwas milder.

Am kältesten verlief die Nacht zu Mittwoch in Reit im Winkl am Bayerischen Alpenrand, wo ein Tiefstwert von -21,9°C (Grad Celsius) gemessen wurde, knapp gefolgt von Deutschneudorf im Erzgebirge mit -21,4°C und Sigmaringen an der oberen Donau mit -21,3°C (siehe Abbildung). In Lübeck sank die Temperatur auf -20,1°C. Mit am mildesten blieb es auf Helgoland. Dort wurden -6,8°C registriert.

Für Rekordwerte im Flachland und im mittleren Bergland hat es auch diese Nacht wieder nicht gereicht. Dazu kam die Luft nicht ausreichend zur Ruhe. Das heißt, es gab zu viel Wind. Außerdem fehlt an vielen Stellen eine Schneedecke, über der die Luft hätte weiter abkühlen können. Wie außergewöhnlich kalt die Luftmasse derzeit ist, zeigt sich allerdings eindrücklich an den Bergwerten.

So traten auf der Zugspitze (mit -30,5°C), auf dem Feldberg im Schwarzwald (-19,8°C) und dem Großen Arber im Bayerischen Wald (-21,7°C) bereits in der Nacht zu Dienstag neue Dekadenrekorde für Ende Februar auf (d.h. für das letzte Februardrittel). Auch der Fichtelberg im Erzgebirge und der Brocken im Harz konnten mit solchen Rekorden aufwarten. Diese wurden allerdings in der vergangenen Nacht schon wieder eingestellt, mit -21,3°C (Fichtelberg) bzw. -20,0°C (Brocken).

Mittwoch, 28. Februar 2018

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 28.02.2018 19:15 Uhr