ersterschnee

Im Süden schneit es am Freitag bis auf etwa 700 Meter herab

Ein Tief über den Alpen sorgt vor allem in den Schweizer Alpen und in Südtirol für kräftige Schneefälle. Aber auch im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb gab es am Freitag etwas Neuschnee.

Jedoch wird die weiße Pracht nicht von langer Dauer sein, denn zum einen sind die Böden um diese Jahreszeit noch zu warm und zum anderen steigt die Schneefallgrenze wieder an. Damit der Schnee auch liegen bleibt muss aber die Null-Grad-Grenze ebenfalls weit genug abgesunken sein. Sie ist die Höhe, oberhalb derer die Lufttemperatur unter dem Gefrierpunkt liegt.

Die Schneeflocken müssen beim Schmelzen vom festen in den flüssigen Aggregatszustand übergehen. Dafür bedarf es Energie, der sogenannten Schmelzwärme. Diese ist beim Wasser recht hoch und beträgt 334 kJ/kg (Kilojoule pro Kilogramm), bei Quecksilber beispielsweise sind es nur 11,3 kJ/kg.

Die zum Schmelzen der Schneeflocken benötige Energiemenge wird der umgebenden Luft entzogen. Die Lufthülle um die Flocke kühlt sich dadurch ab und verlangsamt dadurch den Schmelzvorgang. Bis sich das filigrane Sechseck in einen Regentropfen verwandelt, kann es also recht tief in wärmere Luftschichten fallen. Typischerweise liegt dadurch die Schneefallgrenze etwa 200 Meter unterhalb der Null-Grad-Grenze.

Freitag, 8. November 2019

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 08.11.2019 19:15 Uhr