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Im Laufe des Februars nimmt die Tageslänge deutlich zu.

Wenn die Bewölkung auflockert bietet sich in der schon spürbar kräftiger gewordenen Februar-Sonne ein mittägliches Sonnenbad an, um die Vitamin D-Produktion anzukurbeln. Die Energie der Sonnenstrahlung ist an einem sonnigen Tag jetzt bereits zwei bis dreimal höher als Mitte Dezember, bis zum Hochsommer wird sich dieser Wert aber nochmals fast vervierfachen.

Aber nicht nur die Energie, auch die Dauer der Sonnenstrahlung hat bereits deutlich zugenommen. Seit der Wintersonnenwende, dem kürzesten Tag am 21. Dezember, sind die Tage bisher in Deutschland je nach geografischer Breite um eineinhalb bis fast zweieinhalb Stunden länger geworden. Diese Veränderung ist nach Norden hin stärker ausgeprägt, da dort die Tageslänge im Jahresverlauf stärker schwankt, als im Süden. Somit verlängern sich die Tage aktuell in Flensburg jeden Tag um etwa vier Minuten, in Garmisch-Partenkirchen kommen derzeit täglich etwa drei Minuten hinzu.

Am 1. Februar steigt die Sonne in Flensburg bis auf 18 Grad über den Horizont, am 1. März sind es bereits über 25 Grad, in Garmisch sind es dann sogar schon wieder fast 35 Grad. Im Hochsommer steht die Sonne zwar über 60 Grad über dem Horizont, während der Wintersonnenwende jedoch nur etwa 15 Grad. Davon sind wir jetzt doch schon deutlich entfernt und in den kommenden Tagen kann man unter zunehmendem Hochdruckeinfluss bei einem mittäglichen Sonnenbad schon mal die Produktion der Glückshormone ankurbeln.

Donnerstag, 11. Februar 2021

Dr. Tim Staeger

ARD-Wetterkompetenzzentrum

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 11.02.2021 19:15 Uhr