niederschlagbissamstag

In den kommenden Tagen sorgt eine Luftmassengrenze für ergiebige Niederschläge.

Bereits am Donnerstag gelangt mit einer südwestlichen Strömung sehr milde und feuchte Luft vom Atlantik nach Deutschland und sorgt hierzulande verbreitet für ergiebige Regenfälle, lediglich anfangs fällt in den Höhenlagen noch Schnee.

Bis Samstag fallen vor allem im Bergland im Südwesten bis 100 Liter pro Quadratmeter. In Verbindung mit starken Tauwetter kommt es zunächst an kleineren Bächen und Flüssen zu Hochwasser. Ab dem Wochenende überschreiten auch die Pegel der größeren Flüsse voraussichtlich erste Hochwassermarken.

Die Niederschläge sind auch deswegen so ergiebig, da die milde Luftmasse aus dem Südwesten quasi an eine schwere und dichte Kaltluftmasse im Nordosten anbrandet und in der Folge am Samstag sogar wieder zurückgedrängt wird. Besonders spannend ist die Situation dabei im schmalen Übergangsbereich im Nordosten.

Hier kann es vor allem am Freitag zu gefährlicher Glatteisbildung kommen, wenn der Regen auf noch gefrorene Böden fällt. Zudem kommt es auf der kalten Seite dieser Luftmassengrenze, vermutlich zwischen Ostfriesland und dem Erzgebirge zu kräftigen Schneefällen. Es ist hier mit Neuschneemengen zwischen 5 und 15 cm im Flachland und bis über 20 cm im Bergland zu rechnen.

Im Laufe des Samstags verlagert sich dann die Kaltluft nach Südwesten und erreicht bis Sonntag die Alpen. Dann kann es in der Mitte ebenfalls wieder Neuschnee bis ins Flachland geben, bevor kommende Woche atlantische Tiefs mit neuem Regen und milder Luft den Winter wieder nach Nordosten abdrängen.

 Donnerstag, 28. Januar 2021

Tim Staeger

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 28.01.2021 19:15 Uhr