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Der März kann sich sowohl frühsommerlich als auch hochwinterlich präsentieren.

Nach dem Ende der Kältewelle sehnen sich nun viele nach Frühlingswärme. In der Südwesthälfte lassen zweistellige Plusgrade am Montag tatsächlich zarte Hoffnungen keimen, im Nordosten hält sich die Kaltluft jedoch hartnäckiger und am Morgen sah man sich auf den Straßen zudem verbreitet mit Glatteis konfrontiert. Ein März-Winter deutet sich nun mittelfristig zwar nicht mehr an, es ist aber noch zu früh dies ganz auszuschließen.

Der Sonnenstand und die Tageslänge sind Anfang März etwa so wie Anfang Oktober, Ende März schon wie Mitte September. Jedoch sind die Wassertemperaturen des Atlantiks am Ende des Winters deutlich tiefer als im Herbst, wenn sich die Meere über den Sommer hinweg aufgewärmt haben. Zudem befindet sich über Ost- und Nordeuropa im März meist noch kalte Luft, die je nach Wetterlage bis nach Mitteleuropa vordringen kann. Im weiten Teilen Skandinaviens beispielsweise lagen die Frühwerte am Montagmorgen verbreitet unter minus 15, in Lappland örtlich sogar unter -30 Grad.

An sonnigen Tagen wird es ab Mitte März hierzulande mit über 20 Grad jedoch bereits frühsommerlich warm. Bei Nord- und Ostlagen kann es aber auch noch strengen Frost unter minus 10 Grad geben. In München beispielsweise beträgt die Differenz zwischen Rekordwärme und kältester Märznacht 49 Grad! Zu keiner anderen Jahreszeit hängt der Wettercharakter so stark von der Richtung ab, aus der die Luft nach Deutschland gelangt.

Montag, 5. März 2018

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 05.03.2018 19:15 Uhr