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Der Mai war deutschlandweit zu kühl, in einigen Landesteilen nasser als normal und die Sonne kam nur vereinzelt auf ihr Monatssoll.

Während im Mai eine stabile Hochdruckwetterlage gänzlich fehlte, lagen an einigen Tagen nahezu ortsfeste Tiefdruckgebiete über Mitteleuropa, die zum Teil intensive Regenfälle brachten. Dies betraf insbesondere die südlichen Landesteile. Zu Beginn des Monats brachten Kaltluftvorstöße vielerorts nochmals Nachtfröste und gebietsweise Schnee bis in tiefere Lagen. So war die erste Monatshälfte erheblich zu kühl, was der eher normal temperierte Rest des Monats nicht mehr ausgleichen konnte.

Nach 13 zu warmen Monaten in Folge endet der Mai in allen Bundesländern etwas zu kühl, wie unsere Abbildung im linken Teil zeigt (Datenbasis: Deutscher Wetterdienst). Zwischen -0,4 und -1,5 Kelvin liegt die Differenz zum langjährigen klimatischen Mittel der Jahre 1961 bis 1990 (Kelvin, abg. K, wird für Temperaturdifferenzen verwendet. Die Zahlenwerte entsprechen denen der Einheit Grad Celsius, abg. °C).

Im Süden und in der Mitte übertraf der gefallene Niederschlag das Monatssoll deutlich (rechter Teil der Abbildung). In Bayern fiel beinahe das Eineinhalbfache der im Mai üblichen Menge. Was hier nicht zuletzt an mehreren ausgeprägten Staulagen an der Alpennordseite lag. Gleichzeitig erhielten Teile Nord- und Ostdeutschlands nur vergleichsweise Regen. In Brandenburg zum Beispiel fiel nur etwas mehr als die Hälfte des Monatssolls.

Freitag, 31. Mai 2019

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 31.05.2019 19:15 Uhr