naechtlichetiefstwerte

Vor allem in den mittleren Landesteilen war es in der Nacht zum Montag teilweise recht frisch, während die Temperaturen im Norden und ganz im Süden eher mild blieben. Wir blicken auf einige Tiefstwerte.

Am Wochenende gelangte kühle Meeresluft nach Deutschland. Aktuell gelangt sie unter den Einfluss eines Hochdruckgebiets. Dieses dehnt seinen Einfluss vom Atlantik bis nach Mitteleuropa aus, was sich in der vergangenen Nacht in der Mitte und in Teilen des Südens schon mit einem zunehmend klaren Himmel bemerkbar machte. Außerdem war der Wind nur noch schwach. Daher konnte die Luft stark abkühlen. Bis auf 2 Grad (Celsius) sank die Temperatur im hessischen Runkel-Ennerich (siehe Abbildung), ein Tiefstwert von 3 Grad wurde in Eslohe (Nordrhein-Westfahlen) sowie in Selb-Lauterbach (Bayern) registriert. Hier trat in Erdbodennähe sogar leichter Frost auf.

Dichte Wolken hielten sich in der Nacht etwa südlich der Donau. Diese gehören zu einem Ausläufer eines Tiefs über dem Nordmeer. In den Norden Deutschlands strömte mit etwas stärkerem Wind feuchte und in den unteren Schichten milde Luft von der Nordsee ein. Das Hoch blieb hier noch außen vor. Teils breiteten sich hochnebelartige Wolken oder Nebelfelder aus, teils waren Schauerwolken unterwegs. So blieb es vergleichsweise mild. In Hamburg sank die Temperatur bis 12 Grad, auf Helgoland, sozusagen an der Quelle der milden Nordseeluft, sogar nur bis auf 14 Grad. Zweistellige Nachtwerte traten ebenso unter den Wolken ganz im Süden des Landes auf, wie etwa in Singen (Baden-Württemberg) und München mit jeweils 12 Grad.

Montag, 7. September 2020

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 07.09.2020 19:15 Uhr