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Nachdem der zu Ende gegangene Januar deutschlandweit etwa ein Drittel mehr an Niederschlag brachte als üblich, stehen für die ersten Februartage neue Regen- und Schneefälle ins Haus.

Bis zur Wochenmitte greifen nacheinander mehrere atlantische Tiefdruckgebiete zusammen mit ihren Frontensystemen von Frankreich her auf Deutschland über. Mit einer zeitweise lebhaften westlichen bis südwestlichen Strömung gelangt zum Teil sehr milde und wolkenreiche Meeresluft zu uns.

Die am Wochenende eingeflossene skandinavische Kaltluft wird dadurch ganz allmählich nordwärts verdrängt. Gebietsweise ist dies verbunden mit gefrierendem Regen oder Schneefall samt Glätte. Davon betroffen sind am Montag insbesondere ein breiter Streifen, der vom Nordwesten bis in den Südosten des Landes reicht, am Dienstag dann einige Gebiete im Norden und Osten. Am Mittwoch zieht sich die kalte Luft weiter zurück, hält sich aber voraussichtlich noch in Teilen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns.

In der Summe kommen bis Mittwochabend im Norden und Osten maximal 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter (l/m²) zusammen (siehe Abbildung). Im Süden und Westen fallen regional bis 30 l/m², im Schwarzwald und im Allgäu werden rund 60 l/m² erwartet. Wegen des Regens, der bis in die Hochlagen fällt, bleibt die Hochwasserlage insgesamt angespannt. An den kleineren Flüssen sowie an den Oberläufen der größeren Flüsse gehen die Pegel zu Wochenbeginn tendenziell zwar zurück, in den kommenden Tagen dürften diese Wasserstände aber nochmals moderat steigen. Meist aber nicht mehr auf das Niveau vom Wochenende. An den Unterläufen der großen Fließgewässer wird der höchste Stand zum Teil noch erwartet.  

Montag, 1. Februar 2021

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 01.02.2021 19:15 Uhr