nochmalsbodenfrost

Wie schon die Nächte davor verlief auch die Nacht zum Montag zum Teil sehr frisch. Wir blicken auf einige Tiefstwerte.

Wir liegen derzeit im Bereich eines Hochdruckgebiets, dessen Zentrum sich über Skandinavien befindet. An seiner Südseite gelangt mit einer östlichen bis nordöstlichen Strömung trockene und kühle Festlandsluft in den größten Teil Deutschlands. Während der vergangenen Nacht war der Himmel meist sternenklar und der Wind nur relativ schwach. Dies waren beste Zutaten für eine kräftige Abkühlung der Luft.

So sank die Temperatur vor allem in den östlichen und südlichen Landesteilen vielerorts bis in den unteren einstelligen Bereich. An einigen Stellen trat Bodenfrost auf. In Baruth wurde in 2 Metern Höhe ein Tiefstwert von 1 Grad registriert (siehe Grafik), was nur knapp oberhalb des bisherigen Rekords für Ende Mai lag. Bis 0 Grad sank die Temperatur in Carlsfeld im Erzgebirge sowie in Reit im Winkl.

Im Westen und Nordwesten ist die Luftmasse etwas wärmer und feuchter. Sie stammt mehr aus dem warmen Kernbereich des Hochs und konnte auf ihrem Weg etwas Feuchtigkeit von der Ostsee aufnehmen. Zudem war der Wind ein wenig stärker. Unter diesen Bedingungen konnte die Temperatur nicht so stark absinken. Bremen und Bad Nauheim meldeten einen Tiefstwert von 8 Grad, Pirmasens 9 Grad und vergleichsweise mild verlief die Nacht mit 11 Grad in Essen.

Montag, 31. Mai 2021

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 31.05.2021 19:15 Uhr