neuschneewochenende

Über das Wochenende hinweg sorgt ein Tiefdruckgebiet über dem westlichen Mittelmeer besonders auf der Alpensüdseite und in dessen Staulagen für kräftige Schneefälle.

Wie in der Grafik zu sehen ist, sind davon bevorzugt Kärnten, Tirol aber auch Graubünden, das Tessin, das Wallis sowie Südtirol und Teile der Lombardei, betroffen. Zu sehen sind in der Grafik die akkumulierten Neuschneemengen in Zentimeter bis zum Montagvormittag. Am stärksten betroffen ist nach den aktuellsten Modellberechnungen die Gegend zwischen Dolomiten und Hohe Tauern. Hier sind oberhalb von etwa 1300 bis 1500 Metern meist 1 Meter bis 1,5 Meter Neuschnee möglich. In Spitzen werden sogar knapp 1,8 Meter berechnet.

In den westlicheren Teilen der Südalpen liegt die Schneefallgrenze mit knapp 1000 bis 13 Metern zwar etwas niedriger, jedoch kommen hier übers Wochenende akkumuliert meist zwischen 40 und 80 Zentimetern Neuschnee zusammen.

Damit steigt in den Südalpen die Lawinen- sowie Schneebruchgefahr weiter an. Denn bereits in den letzten Tagen sorgten immer wieder stärkere Schneefälle für hohe Neuschneemengen. Und dass ist noch nicht genug: In den tieferen Lagen, also meist unter 1200 Metern, ist besonders in Nord- und Ostitalien mit knapp 200 bis 300 Liter Regen bis Anfang der kommenden Woche zu rechnen. Bei solchen Mengen treten selbst größere Flüsse rasch über die Ufer.

Und bei uns? Hier bleibt es weiterhin beim nasskalten Novemberwetter. Im Süden reicht es vielleicht mal für den einen oder anderen Zentimeter Neuschnee in den höheren Lagen, in der Mitte muss man da schon in die Hochlagen von Rhön, Sauerland oder Thüringer Wald, um eine leicht angezuckerte Landschaft zu erleben. Flockenwirbel bis in mittlere Lagen ist zwar ebenfalls möglich, allerdings dürfte es in Deutschland nur in den oben genannten Regionen etwas angezuckert werden.

Freitag, 15. November 2019

Marcel Herber

ARD-/HR-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 15.11.2019 12:00 Uhr