septemberrueckblick

Der September 2019 war ein relativ unspektakulärer Monat. Sowohl Temperatur als auch Niederschlag und Sonnenscheindauer wichen - deutschlandweit betrachtet - nur leicht von den langjährigen klimatischen Mittelwerten ab. Regional gab es aber doch Auffälligkeiten.

Im ersten meteorologischen Herbstmonat stellte sich keine länger anhaltende Hochdruckwetterlage ein. Insgesamt hielt sich der Einfluss der Hoch- und Tiefdruckgebiete die Waage. Mal gelangte mit westlichen bis südwestlichen Winden warme Luft vom Atlantik, mal kühle Luft vom Nordmeer zu uns. Dies alles brachte in der Fläche die relativ normalen Verhältnisse.

Weil an einigen Tagen die Hauptzugbahn der Tiefdruckgebiete nördlich von Deutschland verlief, sorgten diese dann aber vor allem im Norden für Wolken und Regen. Die mittleren und südlichen Landesteile lagen unterdessen eher im sonnigeren und trockeneren Randbereich von Hochdruckgebieten über West- und Südeuropa.

So ergibt sich bei der Regenbilanz insgesamt ein Nord-Süd-Gefälle, wie der rechte Teil der Abbildung zeigt. Auch einige ostdeutsche Bundesländer sowie das Saarland waren vergleichsweise feucht. In Bayern und Rheinland-Pfalz kamen nur 83 % des Regens zusammen, der klimatisch im September zu erwarten gewesen wäre. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erhielten dagegen 146 % bzw.  150 % des Solls.

Entsprechend ähnliche Variationen weist die Sonnenscheindauer auf (linker Teil der Abbildung). Über 110 % des üblichen Sonnenscheins summierten sich in weiten Teilen des Südens und der Mitte der Republik zusammen, wenn man einmal vom etwas trüberen Bayern absieht.  Am wenigsten Sonnenschein im Verhältnis zum Durchschnitt wurde mit 91 % bis 98 % in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Dienstag, 1. Oktober 2019

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 30.09.2019 19:15 Uhr