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Über dem zentralen Mittelmeer liegen in den nächsten Tagen immer wieder sehr wetteraktive Tiefdruckgebiete. Dort und in einigen angrenzenden Regionen drohen unter anderem sehr kräftige Regenfälle.

Unsere Abbildung zeigt die Regenmengen, die zunächst bis Mittwochabend zu erwarten sind. Verantwortlich dafür ist ein Sturmtief, das sich am Dienstag mit seinem Zentrum bei Sardinien befindet und bis Mittwoch langsam weiter zur Adria wandert. Gebietsweise mehr als 100 l/qm (Liter pro Quadratmeter) werden im Norden und Südosten Italiens, sowie in Griechenland, Albanien und Montenegro erwartet. Punktuell sind durch Staueffekte oder bei starken Gewittern auch mehr als 150 l/qm möglich. Mit lokalen Überflutungen ist zu rechnen.

In den Italienischen und Slowenischen Alpen sowie im südlichen österreichischen Alpengebiet kommt bis in tiefere Lagen einiges an Neuschnee zusammen. Obendrein bringt das Tief dem zentralen Mittelmeer stürmischen Wind. Vor allem über dem offenen Meer drohen zum Teil Böen bis Orkanstärke, ebenso bei kräftigen Schauern und Gewittern.

Auch in den kommenden Tagen bleibt das Wetter rund um Italien tiefdruckgeprägt. Bis Ende der Woche wird es an einigen Stellen zu weiteren ergiebigen Regen- und Schneefällen kommen. Hochwasser und Lawinenabgänge könnten etwaige Folgen sein. Vorerst bleibt die Situation also angespannt.

Dienstag, 12. November 2019

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 12.11.2019 19:15 Uhr