inversion
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Am Montagfrüh gab es deutliche Temperaturunterschiede auf kleinem Raum.

Beispielweise wurden in Saarbrücken-Burbach (Höhe: 190 m) um 6:00 Uhr morgens minus 1,4 Grad gemessen. Zeitgleich war es am nur wenige Kilometer entfernten Flughafen Saarbrücken auf 320 Metern Höhe 7,1 Grad mild. Auch auf dem kleinen Feldberg im Taunus (826 m) lag der Frühwert bei 5,2 Grad, wogegen es am Frankfurter Flughafen (111 m) mit minus 3,0 Grad leichten Frost gab.

Üblicherweise ist es in den Höhenlagen kälter als in den Niederungen, weswegen man die aktuelle Wetterlage auch Inversion, also Umkehr nennt. Das ist typisch für ruhige und windschwache Hochdruckwetterlagen im Herbst und Winter. Unter diesen Bedingungen kann sich kalte und schwere Luft in Bodennähe ansammeln, die häufig auch von einer Hochnebelschicht bedeckt wird.

Bei einer winterlichen Hochdrucklage, wie sie sich in den vergangenen Tagen in Deutschland eingestellt hat, kühlt in den langen und zum Teil meist klaren Nächten die Luft in Bodennähe stark ab, da die Wärme kaum durch Wolken behindert nach oben abgestrahlt werden kann. Die Feuchtigkeit kondensiert aus der abgekühlten Luft aus und es kann sich örtlich Nebel bilden, der am Folgetag von der Februar-Sonne im Laufe des Vormitttags weitgehend aufgelöst wird.

In den kommenden Tagen legt der Vorfrühling eine kurze Pause ein, denn am Dienstag bringt ein schwacher Tiefausläufer aus Westen Bewölkung und etwas Regen. Die darauf folgenden Nächte werden nicht mehr so klar verlaufen, so dass sich dann keine ausgeprägte Temperaturinversion mehr ausbilden wird. Jedoch verstärkt sich bis zum Wochenende der Hochdruckeinfluss erneut, wodurch der Vorfrühling samt nächtlicher Temperaturumkehr in die nächste Runde gehen kann.

Montag, 18. Februar 2019

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 18.02.2019 19:15 Uhr