waldbrandgefahrneu

Durch die trockene Witterung ist ab Sonntag vor allem im Nordosten die Waldbrandgefahr hoch.

Um diese Jahreszeit ist die Belaubung der Bäume und niedrigen Pflanzen noch nicht abgeschlossen, wodurch die Waldböden schneller austrocknen, als bei vergleichbarer Witterung im Sommer. Nach einem durchwachsenen Freitag steigt mit zunehmendem Sonnenschein und steigendem Temperaturniveau die Waldbrandgefahr am Wochenende wieder deutlich an.

Die Waldbrandgefahr wird, wie international üblich in fünf Gefahrenstufen unterteilt und reicht von Stufe 1 (sehr gering) bis Stufe 5 (sehr hoch). Bei der Ermittlung der Gefahrenstufe werden die Höchsttemperatur, die relative Luftfeuchte, die Windgeschwindigkeit und natürlich die Niederschlagssumme berücksichtigt. Weiterhin spielt der Vegetationsstand eine bedeutende Rolle, weswegen anhand von sogenannten Zeigerpflanzen der Entwicklungsstand der Pflanzen abgeschätzt wird.

Die unterschiedlichen Baumarten werden hinsichtlich ihrer Zünd- und Brennfähigkeit in drei Klassen eingeteilt. Dadurch wird es möglich die unterschiedlichen Waldlandschaften hinsichtlich ihres Baumbestandes zu bewerten und regionale Korrekturen der Gefährdungsstufen vorzunehmen. Der Deutsche Wetterdienst berechnet routinemäßig die Waldbrandgefahr in Deutschland und stellt täglich aktualisierte Gefahrenkarten im Internet bereit.

In den gefährdeten Regionen verbietet sich selbstredend offenes Feuer. Auch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann bereits einen Brand auslösen. Selbst eine Glasscherbe oder die Abwärme eines Motors kann trockenes Gras entfachen. In der neuen Woche hält das sonnige, trockene und warme Frühlingswetter an, so dass die Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen hoch bleiben und sich vermutlich regional sogar noch weiter erhöhen wird

FSreitag, 3. April 2020

Tim Staeger

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 03.04.2020 19:15 Uhr