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Durch die trockene und warme Witterung steigt vor allem im Süden die Waldbrandgefahr an.

Um diese Jahreszeit ist die Belaubung der Bäume und niedrigen Pflanzen noch nicht abgeschlossen, wodurch die Waldböden schneller austrocknen, als bei vergleichbarer Witterung im Sommer. Bei strahlendem Sonnenschein und einem ungewöhnlich hohen Temperaturniveau steigt die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen deutlich an.

Die Waldbrandgefahr wird, wie international üblich in fünf Gefahrenstufen unterteilt und reicht von Stufe 1 (sehr gering) bis Stufe 5 (sehr hoch). Bei der Ermittlung der Gefahrenstufe werden die Höchsttemperatur, die relative Luftfeuchte, die Windgeschwindigkeit und natürlich die Niederschlagssumme berücksichtigt. Weiterhin spielt der Vegetationsstand eine bedeutende Rolle, weswegen anhand von sogenannten Zeigerpflanzen der Entwicklungsstand der Pflanzen abgeschätzt wird.

Die unterschiedlichen Baumarten werden hinsichtlich ihrer Zünd- und Brennfähigkeit in drei Klassen eingeteilt. Dadurch wird es möglich die unterschiedlichen Waldlandschaften hinsichtlich ihres Baumbestandes zu bewerten und regionale Korrekturen der Gefährdungsstufen vorzunehmen. Der Deutsche Wetterdienst berechnet routinemäßig die Waldbrandgefahr in Deutschland und stellt täglich aktualisierte Gefahrenkarten im Internet bereit.

In den gefährdeten Regionen verbietet sich selbstredend offenes Feuer. Auch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann bereits einen Brand auslösen. Selbst eine Glasscherbe oder die Abwärme eines Motors kann trockenes Gras entfachen. Über Ostern wird es von Norden her zwar spürbar kühler, es fällt jedoch nur wenig Regen, so dass die Waldbrandgefahr voraussichtlich nur leicht zurückgehen wird.

Dienstag, 30. März 2021

Tim Staeger

ARD-Wetterkompetenzzentrum

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 30.03.2021 19:15 Uhr