wasamerstenmaerzallesmoeglichist
Bild © hr

Derzeit erleben wir einen sehr kalten Start in den März. Doch der 1. März ist für vieles gut. Wir blicken auf ein paar Extrembeispiele.

Strenger Frost oder bereits frühlingshafte Temperaturen. Das alles hat es schon Anfang März bei uns gegeben. Gegen Ende des Winters stehen im Polargebiet noch sehr kalte Luftmassen bereit. Auf das Jahr gesehen erreichen die nördlichen Meere ihr Temperaturminimum. Zum Teil herrscht noch Polarnacht und über den Eisflächen kann die Luft sehr stark abkühlen. Gleichzeitig halten der mittlere Atlantik und das Mittelmeer weiterhin ein großes Wärmereservoir bereit.

Stellt sich nun eine Strömung ein, welche es vermag diese sehr unterschiedlichen Luftmassen aus dem einen oder dem anderen Gebiet nach Mitteleuropa zu verfrachten, kann das Wetter Anfang März in das kalte oder warme Extrem kippen. Was die warmen Lagen anbetrifft, sorgt die höher stehende Sonne für eine bessere Durchmischung als im Hochwinter, wodurch sich die Warmluft nicht nur auf den Bergen sondern auch in den Niederungen wieder besser durchsetzen kann. So ergibt sich eine relativ große Bandbreite an möglichen Temperaturen zum meteorologischen Frühlingsanfang, wie unsere Abbildung zeigt.

Nicht nur in Süddeutschland, sondern auch im Norden wurden an diesem Tag schon sehr milde Werte über 15°C (Grad Celsius) beobachtet. Andererseits ebenso noch Eistage mit leichtem, im Beispiel von München auch mäßigem Dauerfrost. In den kältesten Nächten traten an den ausgewählten Stationen Werte zwischen -11,2°C und -16,1°C auf.

In Hamburg übertraf der Tiefstwert der vergangenen Nacht zum 1. März allerdings die Temperaturen aus allen Jahren davor seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1891. 

Gemessen wurden -12,0°C. Auch tagsüber wird der diesjährige 1. März dort mit einem Höchstwert von -3°C in die Annalen der Meteorologie eingehen.

Donnerstag, 1. März 2018

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

hr/ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 01.03.2018 19:15 Uhr