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Kann der kollektive Wunsch nach besserem Wetter dieses beeinflussen?

Die School for Advanced Studies in Albuquerque (New Mexico, USA) hat neulich die Ergebnisse einer breit angelegten Studie veröffentlicht. Demnach soll der kollektive Wunsch möglichst vieler Menschen das Wetter beeinflussen.

In einem aufwändigen Versuch wurden alle Einwohner New Mexicos gebeten sich zur selben Tageszeit zwei Minuten lang sehnlichst Regen zu wünschen. Daraufhin braute sich über den ausgetrockneten Hochebenen des US-Bundesstaates eine gewaltige Gewitterzelle zusammen, die dann endlich das lang ersehnte Nass brachte. Die Leiter der Forschungseinrichtung waren begeistert. Jedoch sagte ein Sprecher eines nahegelegenen Navajo-Reservates, dass sein Volk diesen Effekt schon seit Jahrhunderten kenne und bereits verschiedene Tänze für unterschiedliche Wetterwünsche anwendet ...

Bei uns in Deutschland dürfte dieser Effekt wahrscheinlich nur am 1. April funktionieren. Ansonsten müssen wir uns leider mit dem von Frau Holle Gebotenen arrangieren. Denn in den nächsten Tagen macht der Frühling, der sich am Wochenende so prächtig präsentiert hat, schon wieder eine Pause.

Ab Mittwoch gerät Deutschland mal wieder in den Einfluss polarer Kaltluft, die ein Tief über der Nordsee zu uns lenkt. Dann liegen die Höchstwerte in der Westhälfte nur noch um oder knapp unter 10 Grad, wogegen es in der Osthälfte noch mild bleibt. In den Nächten kann es bevorzugt im Westen und Südwesten auch erneut frostig werden, empfindliche Pflanzen sollten dort also geschützt werden.

Am Wochenende deutet sich jedoch erneut trockenes Hochdruckwetter mit ansteigenden Temperaturen an. Ob sich in der Folge eine beständige warme Witterung einstellt muss noch abgewartet werden. Vielleicht sollte man es doch mal mit kollektivem Wünschen versuchen.

Montag, 1. April 2019

Tim Staeger

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 01.04.2019 19:15 Uhr