sonnenstunden

Wahrscheinlich gehören Sie zur arbeitenden Bevölkerung und haben noch keinen Urlaub. Sofern Sie nicht im Schichtdienst arbeiten, dürften Sie sich besonders am Wochenende für den Sonnenschein interessieren. Was erwartet uns?

Am Samstag wird die Sonne im Norddeutschen Tiefland am längsten scheinen, nämlich 13 Stunden und länger. Theoretisch möglich wären zurzeit bis zu 17 Stunden. Die wird es nicht ganz erreichen, ein paar wenige Wolken spenden ab und zu Schatten. Mit jedem Kilometer nach Süden nimmt die Sonnenscheindauer am Samstag ab. Dennoch ist es mit 10 bis 12 Sonnenstunden auch von Nordrhein-Westfalen bis nach Brandenburg freundlich. In Hessen wird es mit meistens 7 bis 9 Sonnenstunden teils freundlich, teils wolkig. Am wenigsten scheint die Sonne am Samstag in Baden-Württemberg und Bayern. Dort gibt es recht verbreitet zum Teil gewittrige Regenfälle. In Alpennähe sind oftmals höchstens 2 Sonnenstunden zu erwarten. Verantwortlich für das Samstagswetter ist ein Hoch über der Nordsee. Über dem Süden liegt noch ein Tiefausläufer.

Am Sonntag verstärkt sich das Hochdruckgebiet und es wandert mit seinem Zentrum nach Südskandinavien. Damit wird der Sonntag praktisch überall der sonnigere Tag des Wochenendes. Vielfach sind es 10 bis 16 Sonnenstunden. Ein Minimum des Sonnenscheins findet sich noch immer in Alpennähe, wo es auch noch einzelne Schauer oder Gewitter geben kann. Die Temperatur liegt am Wochenende im angenehmen und trotzdem sommerlichen Bereich. Vom Süden und den Küsten abgesehen werden um 25 Grad gemessen, am Sonntag kann die 30 Grad-Marke am Rhein geknackt werden. Und das ist möglicherweise der Auftakt dessen, was uns nächste Woche erwartet.

Am vergangenen Montag war die weitere Wetterentwicklung für den restlichen Juni Thema an dieser Stelle. Die Vorhersagemodelle zeigten für kommende Woche eine neuerliche, aber gemäßigte und eher kurze Erwärmung. Seitdem sind drei Tage vergangen und die Modelle erheblich gekippt. Sie bieten im Mittel nun eine Lösung an, die am Montag noch oberhalb des gezeigten Unsicherheitsbereichs lag. Auf die Unsicherheit einer Mittelfristprognose wurde hingewiesen. Dass es sich hierbei um ein Beispiel handeln würde, wie stark die Modelle in wenigen Tagen kippen können, war natürlich nicht klar. Wie auch immer, aktuell sieht es so aus, als gäbe es in der kommenden Woche eine markante Hitzewelle.

Donnerstag, 20. Juni 2019

Dr. Ingo Bertram

hr-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 21.06.2019 19:15 Uhr