wiederstarkerregen
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Nach den kräftigen Regenfällen der vergangenen Woche steht regional erneut viel Regen ins Haus. Wir werfen einen Blick auf die Niederschlagsprognose bis Donnerstag.

Von Westen, das heißt vom Atlantik, stößt in den nächsten Tagen kühlere Luft in Richtung Mitteleuropa und zentrales Mittelmeer vor. Dies ist in weiten Landesteilen Deutschlands mit Regen oder Schauern verbunden. Wegen der Ausbreitung der kühleren Luft regeneriert sich zum einen ein Tief, das derzeit bei Italien liegt, immer wieder und dehnt seinen Einfluss über die Alpen bis in die südöstlichen Landesteile aus. Zum anderen kommt es in diesen Regionen im Übergangsbereich zu wärmerer Luft über dem östlichen Mitteleuropa zusätzlich zu Regenfällen. Da der Wind in den unteren Schichten außerdem auf nördliche Richtungen eindreht, entwickelt sich insbesondere am Alpenrand erneut eine ausgeprägte Staulage.

So werden dort bis Donnerstag stellenweise mehr als 100 Liter Regen auf den Quadratmeter (l/qm) erwartet, wie unsere Grafik zeigt. Im Alpenvorland und im Bayerischen Wald sollen zwischen 50 und 100 l/qm fallen. In Anbetracht der oftmals schon gesättigten Böden und der anhaltenden Schneeschmelze in den Alpen muss mit Überflutungen und Hochwasser der kleineren Fließgewässer gerechnet werden. Laut der Prognose sind in Richtung Bodensee, Donau, Erzgebirge und Lausitzer Bergland um die 30 l/qm möglich. Im übrigen Land sollen, abgesehen vom Norden, im Schnitt 1 bis 20 l/qm fallen. Die Quelle sind hier zum Teil Schauer oder Gewitter, wodurch die Mengen von Ort zu Ort stark schwanken und punktuell die 20 l/qm auch übertreffen können.

Montag, 27. Mai 2019

Dipl.-Met. Rainer Behrendt

ARD-Wetterredaktion

Sendung: "alle wetter!", hr-fernsehen, 27.05.2019 14:00 Uhr