Schnee an Weihnachten – für den überwiegenden Teil der Bevölkerung ist dies auch in diesem Jahr wieder einmal nur die idyllische Wunschvorstellung, denn „Weiße Weihnachten“ gibt’s nur in hochgelegenen Dörfern der Alpen oder auf den höchsten Gipfeln von Erzgebirge und Bayerischem Wald.

Die Schneearmut an den Weihnachtsfeiertagen betrifft aber nicht nur Deutschland sondern auch weite Teile von Europa. Ein Blick auf die Schneeprognose zeigt, dass sich von der Iberischen Halbinsel bis hin zum Schwarzen Meer geschlossene Schneedecken ausschließlich auf Gebirgsregionen beschränken. Nennenswerte Schneemengen werden nur in Skandinavien, Finnland und auf Island, sowie in Russland (östlich der Wolga) erwartet. Standesgemäß gibt es in Lappland am meisten Schnee, wo schon heute verbreitet 50 – 100 cm liegen.

Hauptgrund für den Schneemangel ist die derzeitige Großwetterlage in der die kräftige Westwindströmung, milde und feuchte atlantische Luftmassen weite Teile Europas fluten und so für ungewöhnlich warme Verhältnisse sorgen. Die mittleren Temperaturen auf 1500 Metern Höhe liegen in Südeuropa bis zu 10 Grad über dem klimatischen Mittel, in Osteuropa sind sie sogar knapp 15 Grad zu warm für die Jahreszeit. Der Schnee hat somit keine Chance…

Auch mittelfristig ist bei uns im Flachland kein Schnee in Sicht. Aktuellen Prognosen nach stellt sich die Wetterlage zwar um, jedoch sorgt dann zunehmender Hochdruckeinfluss (gegen Ende der Woche) für neblig-trübes und niederschlagsarmes Wetter bei weiterhin überdurchschnittlichen Temperaturen.

hr – Wetterkompetenzzentrum

Konstantin Krüger