Statt edlem Champagner ist billigster Spumante für gerade ein bis zwei Euro in der Flasche. Der Honig ist mit Zuckersirup gestreckt, und mit künstlichen Pollen wird einfacher Blütenhonig zu teurem Lavendelhonig aufgemotzt. Fälschungen wie diese waren bisher nur schwer aufzudecken.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz geht davon aus, dass die Lebensmittelfälscher damit Gewinne wie im Drogenhandel erwirtschaften. Firmen und Forscher haben dem nun den Kampf angesagt. Dazu erstellen sie für Lebensmittel eine Art Fingerabdruck, der die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe genau und unverwechselbar erfasst. Mittlerweile wurden bereits Hunderte Produkte in einer Datenbank erfasst. Mit Hilfe dieser Daten ist das Original eindeutig von der Fälschung zu unterscheiden.

Fingerabdruck von Lebensmitteln

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Chromosomen, DNA-Sequenz, Gene, Symbolbild Entschlüsselung des Erbguts, Gentechnik

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Schätzungen zufolge sind 10 Prozent der Lebensmittel im weltweiten Handel gefälscht. Sie sind gestreckt, falsch deklariert oder gepanscht. Wenn bei Lebensmitteln getrickst wird, wenn z.B. in der Packung nicht der Fisch drin ist, der draufsteht, dann war es bisher oft schwer und langwierig, das festzustellen. Aber mit einer neuen Methode – dem genetischen Fingerabdruck - will man den kriminellen Fälschern das Handwerk legen – und die gefälschten Waren schneller entlarven. [mehr]

Gefälschte Medikamente

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Verschiedene Tabletten in ihrer Verpackung

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Wir vertrauen auf ihre sichere Wirkung von Medikamenten. Viele von uns sind sogar langfristig auf sie angewiesen oder könnten ohne sie nicht überleben. Der Markt für Medikamente ist riesig. In Deutschland unterliegen sie hohen Qualitätsanforderungen. Aber seit einigen Jahren versuchen immer mehr Kriminelle, Fälschungen in deutsche Apotheken zu schleusen. Auch der illegale Markt z.B. im Internet wächst, denn mit gefälschten Medikamenten lassen sich Gewinne machen wie im Drogenhandel. Wie gefährlich kann das für uns werden? [mehr]

Unheimliche Wächter

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Ein Pflegeroboter im Robenfell

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Er kann Dinge greifen und transportieren und steht ab jetzt auch zum Verkauf: Ein Laufroboter, der einem Hund ähnelt. Seine Erfinder sehen ihn als Sicherheits-Patrouille in Einkaufszentren, auf Industriegeländen und in Katastropheneinsätzen oder als Paketbote. Das klingt vielversprechend. Aber kann dieses autonome "Überwachungspaket" vielleicht sogar missbraucht werden und für militärische Zwecke eingesetzt werden? [zum Video] / [mehr]

Der digitale Zwilling – simulierte Patienten an der Charité

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Labor Reagenzglas

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Medikamente retten Leben – wenn es die richtigen sind. Nicht selten schaden die Mittel mehr, als sie nutzen. Zudem kostet das Ausprobieren verschiedener Medikamente viel Zeit – Zeit, die ein Schwerkranker oft nicht mehr hat. Forscher entwickeln jetzt eine Art individuellen "Vorkoster": einen digitalen Zwilling, an dem Medikamente und Therapien im Vorfeld simuliert werden können. Liegt in dieser Technologie der Schlüssel zur Heilung? [mehr]

Die Zukunft des Fakes

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Computeranimation von Albert Einstein

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Digitale Bearbeitungsprogramme können schon heute nahezu perfekte Illusionen herstellen. Bewegtbild und Ton lassen sich verändern, ohne dass der Betrachter es merkt. Mimik und Mundbewegungen lassen sich täuschend echt manipulieren – zum Beispiel bei Politikern. Die Technik ist mittlerweile sogar so weit, dass man selbst Verstorbene wieder auferstehen lassen kann. Aber wie viel dürfen wir Bildern dann in der Zukunft überhaupt noch glauben? [mehr]

Fake News und Filterblasen 

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Fake News

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Realität und Schein gerät in den sozialen Netzwerken schnell durcheinander. Menschen verbreiten dort emotional aufwühlende Nachrichten gerne und schnell weiter. Manchmal mit schlimmen Folgen. Studien zufolge verbreiten sich falsche Nachrichten, sogenannte Fake News, in sozialen Netzwerken sogar bis zu sechs Mal schneller als wahre Nachrichten. Warum ist das so? [mehr]

Moderation: Thomas Ranft

Sendung: "Alles Wissen", hr-fernsehen, 13.09.2018, 20:15 Uhr