Ein trauriger Spitzenplatz: Pro Kopf und Jahr produzieren die Deutschen mehr Plastikmüll als jeder andere EU-Bürger. Ein schlechtes Gewissen haben sie trotz allem nicht.

Denn schließlich sammeln und trennen sie den Müll fein säuberlich und glauben, dadurch etwas für die Umwelt zu tun. Der Müll im gelben Sack oder der gelben Tonne wird ja recycelt. Nur: das funktioniert in der Praxis nicht so gut, wie viele denken. "Alles Wissen" zeigt die ernüchternde Wirklichkeit hinter der sauberen Fassade.

Einkaufen ohne Plastik

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In Plastik verpacktes Gemüse

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Wir Deutsche sind Europameister, was den Müllberg pro Kopf angeht. Aber können wir im Alltag überhaupt etwas gegen die Plastikflut tun? Was sind die Alternativen? Eine vierköpfige Familie aus Frankfurt hat sich für uns der Herausforderung gestellt. Eine Woche lang will sie komplett auf Plastik verzichten. Doch schon beim ersten Einkauf dämmert es allen: Das wird richtig schwer. Zum Glück bekommen sie unerwartete Hilfe. [mehr]

Die EU und der Kampf gegen die Plastikflut

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Plastikmüll

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Es ist ein Problem, das uns alle betrifft: Die Müllberge, die durch unseren Verpackungsmüll entstehen, sind inzwischen kaum noch beherrschbar. Weltweit kämpfen Länder dagegen an. Jetzt hat auch die EU diesem Problem den Kampf angesagt: Eine neue Verpackungsrichtline soll es richten: Einweggeschirr, -besteck und -wattestäbchen könnten bald der Vergangenheit angehören. Allerdings stößt der Plan, Müll konsequent zu vermeiden, nicht überall auf Unterstützung. [mehr]

Biolplastik Alternativen - Alternativen zu Erdöl gesucht

Schaufeln aus Bioplastik
Nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Mais, Zuckerrohr oder Algen sollen zukünftig als Grundstoff für Bioplastik dienen. Bild © picture-alliance/dpa

In unserem täglichen Leben begegnen wir Kunststoffen praktisch überall: Leichtbau, Verpackungen, Haus- und Fahrzeugbau – viele Bereiche sind ohne Kunststoffe kaum vorstellbar. Doch Plastik wird zu 95 Prozent aus Erdöl hergestellt - eine ungeheure Ressourcenverschwendung und Umweltbelastung. In Zukunft sollen daher nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Mais, Zuckerrohr, Algen oder Kartoffeln als Grundstoff dienen. Wie "Bio" sind solche Kunststoff-Alternativen? [zum Video]

Plastiktüten und Alternativen

Plastiktüte
Bild © picture-alliance/dpa

Ein gutes Beispiel für vermeidbaren Plastikmüll ist die Plastiktüte. 76 Stück davon hat jeder Deutsche noch im Jahr 2016 verbraucht. Dazu kamen 39 dünne so genannte Hemdchenbeutel für Obst und Gemüse. In Summe also etwa 9,2 Milliarden Plastiktüten in Deutschland. Das sind die Alternativen. [mehr]

Mikroplastik in Wasserflaschen

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Mikroplastikkügelchen mit einer Größe unter 5 Milimetern verschmutzen die Meere und werden oft von Fischen und anderen Meeresbewohnern aufgenommen.

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Mineralwasser – es gilt als besonders rein, klar und gesund. Was aber, wenn Mikroplastik, fürs bloße Auge nicht zu erkennen, in der Wasserflasche schwimmt? Tests des chemischen Untersuchungsamtes in Münster ergaben: Alle untersuchten Proben waren belastet. Mikroplastik fand sich in Einweg- und Mehrweg-Plastikflaschen, aber auch in Glasflaschen und Tetra Paks. Wie kommen die Plastik-Partikel da rein? Und wie gefährlich sind sie für unsere Gesundheit? [mehr]

Extreme Belastung: Was Flugzeugreifen aushalten müssen

Ryanair-Flugzeug am Frankfurter Flughafen
Ryanair-Flugzeug am Frankfurter Flughafen Bild © hessenschau.de

Als Passagiere beachtet man Flugzeugreifen eher nicht. Dabei sind sie lebenswichtig. Bei der Landung werden sie in Sekunden-Bruchteilen von Null auf 250 Stundenkilometer beschleunigt. Sie müssen ein mehrere Hundert Tonnen schweres Flugzeug mit der Geschwindigkeit eines Formel-1-Wagnes sicher auf den Boden bringen. Sind die Reifen aufgrund eines Unglücks beschädigt, geht es sofort um Leben und Tod. [zum Video]

Was tun mit Altreifen?

Altreifen - alte Reifen
Was passiert mit alten Autoreifen? Bild © picture-alliance/dpa

In Deutschland gibt es etwa halb so viele Autos wie Menschen. Statistisch betrachtet, besitzt somit jeder zweite Deutsche ein eigenes Fahrzeug, bei dem er etwa alle vier Jahre seine Reifen wechselt – das macht pro Jahr rund 46 Millionen abgenutzte Reifen. Doch was passiert mit denen?  Forscher tüfteln daran, die alten Reifen in ihre ursprünglichen Rohstoffe zu zerlegen. Das Verfahren ist jedoch noch nicht wirtschaftlich genug. Und auch eine effektive Recycling-Methode gibt es bislang noch nicht. Wo landet also das ausgediente Gummi? [zum Video]

Moderation: Thomas Ranft

Sendung: hr-fernsehen, "Alles Wissen", 20.09.2018, 20:15 Uhr