"Inlandsflüge verbieten", das verlangen nicht nur Umweltaktivisten, sondern mittlerweile auch einige Verkehrsexperten. Denn die Abgase von Flugzeugen haben fatale Auswirkungen auf das Klima.

Klimabilanz von Inlandsflügen

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Ryanair Flieger im FLug

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Mal schnell zum Termin von Frankfurt nach Berlin fliegen ist zwar praktisch und schnell - aber fürs Klima unglaublich schädlich. Ein Forscher fordert sogar, Inlandsflüge in Deutschland ganz zu verbieten. Ist das gerechtfertigt? Alles Wissen vergleicht die Klimabilanz von Flugzeug, Bahn und Auto und klärt, ob sich Kerosin überhaupt ersetzen lässt. [mehr]

Der Samalas – Ausbruch eines Supervulkans

Nächtlicher Vulkanausbruch des Stromboli
Vulkanausbruch des Stromboli Bild © Imago

Klimaveränderungen gab es schon immer, auch ohne den menschlichen Einfluss. Im Jahr 1259 etwa mussten Menschen weltweit hungern und frieren, weil durch einen plötzlichen Kälteeinbruch die Temperaturen fielen. Aber was war die Ursache? - Der Ausbruch eines Supervulkans, so die Vermutung. Aber welcher? Für die Wissenschaft lange ein Rätsel – bis jetzt. [zum Video]

Torf – für Gärtnereien unverzichtbar

Torf
Torf Bild © picture-alliance/dpa

Nicht nur fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas tragen zum Klimawandel bei, auch die Nutzung von Torf aus Mooren setzt Treibhausgase frei. Im Garten- und Gemüseanbau ist Torf bis heute unverzichtbar. Den selbst wenn wir auf torffreie Erden für unsere Balkonpflanzen achten, kommt er bei vielen Supermarkt-Gemüsen noch immer zum Einsatz. Doch es findet ein Umdenkprozess statt. [zum Video]

Künstliche Bäume sammeln Klimagase ein

Künstliche Pflanzen
Künstliche Pflanzen Bild © Imago

Die Bundesregierung wollte die Treibhausgas-Emissionen eigentlich bis 2020 um 40 Prozent senken. Doch dieses Ziel wird Deutschland nicht erreichen, denn wir produzieren immer noch viel zu viel Kohlendioxid. Wie soll dann das Ziel einer klimaneutralen Gesellschaft bis zum Jahr 2050 erreicht werden? Der Physiker Klaus Lackner ist überzeugt die Lösung zu haben: Künstliche Bäume. Mit ihnen will er das überschüssige Kohlendioxid aus der Erdatmosphäre entfernen. Ist das realistisch? [zum Video]

Ökobilanz eines Mausklicks

Mausklick
Mausklick Bild © Imago

Die digitale Revolution beschleunigt unseren Alltag, viele Aktivitäten haben wir mittlerweile ins Internet verlegt. Das scheint auf den ersten Blick Ressourcen und das Klima zu schonen, schließlich ist es ökologischer Daten zu versenden als Briefe oder gar Menschen auf die Reise zu schicken. Aber jeder Mausklick am Computer verbraucht Strom. Was macht das in der Klimabilanz aus? [zum Video]

Im Jahr 2525 – Klima in der Zukunft

Globus vor blauem Himmel
Bild © Colourbox.de

Deutschland im Jahr 2525: Auf der Schwäbischen Alb türmen sich Dünen, Hamburg ist im Meer versunken, Senioren werden vor dem Hitzekollaps aus den Städten evakuiert. Alles nur Spinnerei? Wie sieht das Leben in Deutschland künftig aus, wenn wir den Klimaschutz nicht intensivieren? [zum Video]

KLIMASCHUTZ: WO STEHT DEUTSCHLAND?

Bis zum Jahr 2020 soll der Treibhausgas-Ausstoß gegenüber dem Jahr 1990 um 40 Prozent gesenkt werden, das ist die Selbstverpflichtung der Bundesregierung. Dieses Ziel wird aber wohl verfehlt, realistisch scheinen jetzt nur noch etwa 32 Prozent Verringerung, so der letzte Statusbericht. Was sind die Gründe?

Kritiker bemängeln, dass der Kohleausstieg nicht schnell genug vorankommt, außerdem sind im Verkehr die Treibhausgas-Emissionen sogar noch gestiegen, weil immer mehr große, spritfressende Autos auf unseren Straßen fahren.

Deutschland habe seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz längst verloren, sagt das "Climate Action Network", ein Zusammenschluss von Umweltschutzorganisationen. Bei einem Vergleich der 28 EU-Länder kommt Deutschland demnach nur noch auf Platz 8 hinter Frankreich oder Portugal. Platz eins belegt Schweden.

Wie sieht es dann mit dem globalen Ziel aus, die Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs auf 2 Grad oder noch besser 1,5 Grad zu begrenzen? Das könnten wir noch schaffen, sagen Wissenschaftler, aber dafür müssten schnelle und drastische Maßnahmen ergriffen werden. Denn schaut man sich mal die G20 an, also die 20 führenden Industrienationen, die für 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind, dann beziehen diese Länder noch immer über vier Fünftel ihrer Energie aus Kohle, Öl und Erdgas. Bei vielen dieser Länder ist der Treibhausgas-Ausstoß in den vergangenen Jahren sogar noch gestiegen. Das lässt erahnen, wie schwierig das noch wird, um bis zum Jahr 2050 eine nahezu CO2-neutrale Gesellschaft zu erreichen.

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KIPPPUNKTE IM KLIMASYSTEM: DROHT EIN DOMINO-EFFEKT?

Das globale Klima wird durch eine Menge natürliche und menschgemachte Faktoren beeinflusst. Dabei gibt es Schlüsselfaktoren im Klimasystem, die durch den Menschen so beeinflusst werden könnten, dass sie instabil werden und kippen.

Die Permafrostböden in Sibirien und Nordamerika sind einer der sogenannten Kippunkte im globalen Klimasystem. Dort lagern riesige Mengen CO2 und Methan im Boden, nur wenige Meter unter der Erdoberfläche. Das CO2 stammt aus organischem Material, das während der letzten Eiszeit hier abgelagert wurde, vermutlich mehrere hundert Milliarden Tonnen. Taut der Boden durch die Erderwärmung auf, könnten diese Treibhausgase frei gesetzt werden. Ein anderer Faktor ist das Eis in den Polargebieten. Es reflektiert die einfallenden Sonnenstrahlen zurück ins Weltall. Schmilzt es, wie derzeit zu beobachten, wird die Strahlung weniger reflektiert, und die Erderwärmung wird verstärkt.

Das Bedrohliche daran: Diese Systeme haben wahrscheinlich sogenannte Kippunkte. Werden diese überschritten, verstärkt sich der Prozess von selbst, ohne dass wir ihn noch beeinflussen könnten. Wie ein Dominostein reißt er dann womöglich andere Faktoren mit. Bloß weiß derzeit keiner genau, wann diese Kipppunkteerreicht werden.

Das gilt auch für die Regenwälder im Amazonasgebiet oder die Nadelwälder Kanadas und Sibiriens. Auch sie speichern riesige Mengen CO2 und sind für Großteile des Kohlenstoffaustauschs zwischen Biosphäre und Atmosphäre verantwortlich. Werden sie zerstört, setzt auch das gewaltige Mengen CO2 frei. Welche Rolle die Biomasse spielt, lässt sich gut daran erkennen, dass über den Zeitraum von Millionen von Jahren abgestorbene Biomasse zu den riesigen Mengen fossiler Energieträgerwurden, die im Boden gespeichert aktuell abgebaut werden: Kohle, Öl, Erdgas, aber auch Torf in Mooren.

Weitere Informationen

Weiteres zum Thema Klima

Sie wollen ihre persönliche CO2-Bilanz wissen? - Hier beim Bundesumweltamt können Sie sie berechnen lassen.

Auch die Kollegen von defacto und MEX haben sich dem Thema angenommen. Die Beiträge finden Sie hier:

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Sendung: hr-fernsehen, "Alles Wissen", 06.12.2018, 20:15 Uhr