Kunststoff ist vielseitig und praktisch – und ein gewaltiges Problem. Nicht nur wegen der Müllberge und des Mikroplastiks, sondern auch wegen der Stoffe, die in Plastik enthalten sind. Frankfurter Forscher haben alltägliche Kunststoffgegenstände wie Joghurtbecher und Trinkflaschen untersucht, mit einem erschreckenden Ergebnis: Dreiviertel enthalten schädliche Substanzen. Teilweise finden sich mehr als 100 Chemikalien in einem Produkt, viele davon unbekannt.

Selbst sogenannte Biokunststoffe sind betroffen. Doch es geht auch anders: Einige Produkte waren komplett frei von Giftstoffen. Wie können Verbraucher das erkennen?

Giftstoffe im Plastik

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Alles Wissen vom 24.09.2020
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Um Kunststoffe kommen wir nicht herum. Sie sind praktisch: leicht, als Verpackung stabil und hygienisch. Aber auch unser Alltagsplastik enthält giftige Stoffe. Und zwar in 3 von 4 Proben, selbst in Bioplastik. Das haben Wissenschaftler*innen der Goethe-Universität Frankfurt jetzt herausgefunden.

Hier finden Sie alle Infos über die App zur Schadstoffanalyse.

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Geschirr aus Bambus wie die zurzeit beliebten Coffee-to-go-Becher gilt als umweltfreundlich und nachhaltig. Doch oft bestehen die Produkte nicht einmal zur Hälfte aus Bambus und in Verbindung mit bestimmten Lebensmitteln kann die Bambusware sogar Schadstoffe freisetzen. [zum Video]

Giftige Altlasten im Erdreich: wie Boden-Sanierung gelingen kann

Bis Mitte der 70er Jahre wurde Giftmüll oft sorglos im Boden verbuddelt. Die Sanierung solcher Altlasten ist teuer und aufwendig. Wir stellen zwei Verfahren vor: Aus der Mischdeponie Kesslergrube in Südbayern werden 320.000 Tonnen belastete Erde ausgegraben, in Sicherheits-Container verfrachtet und entsorgt. Im hessischen Oberursel wird mit halogenierten Kohlenwasserstoffen kontaminierter Boden mit Wasserdampf gereinigt. [zum Video]

Hier finden Sie Infos zu Auswirkungen von Kunststoff auf Mensch und Umwelt.

Endstation Bergwerk: wenn giftige Abfälle entsorgt werden

Millionen Tonnen gefährlicher Abfälle werden Jahr für Jahr in Salzbergwerken eingelagert. Experten befürchten jedoch, dass der Giftmüll hier – entgegen den Beteuerungen von Bergwerksbetreibern und Behörden – auf lange Sicht nicht sicher verwahrt ist. [zum Video]

Was im Körper passiert, wenn wir Alkohol trinken

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Blutvergiftung: Sepsis erkennen

Eine Blutvergiftung ist lebensgefährlich. Etwa 150.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland daran – jeder dritte Patient stirbt an den Folgen. Das sind 150 Menschen pro Tag. Das Problem: Oft wird die Sepsis zu spät oder gar nicht erkannt. Dabei ist jede Minute wichtig, um das Leben der Patient*innen zu retten. Was läuft da schief bei der Diagnose? Alles Wissen zeigt die Geschichte einer Frau, die um Haaresbreite an einer Blutvergiftung gestorben wäre und bis heute mit den Folgen zu kämpfen hat.


Moderation: Thomas Ranft
Sendung: hr-fernsehen, "alles wissen", 24.09.2020, 20:15 Uhr