Neunzig Prozent der von Bienen gesammelten Blütenpollen in Deutschland ist mit Pestiziden belastet und damit auch der Honig, der gegessen wird. Die Gifte sind bei fast der Hälfte der Bevölkerung im Körper nachweisbar.

Pestizide im Honig

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Honig

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Honig – flüssiges Gold. In Deutschland essen die Einwohner pro Jahr mehr als ein Kilo davon. Denn er ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Aber: neunzig Prozent der von Bienen gesammelten Blütenpollen in Deutschland ist mit Pestiziden belastet und damit auch der Honig, der gegessen wird.
Wie groß ist die Gesundheitsgefahr, und ist es überhaupt noch möglich, rückstandsfreien Honig zu kaufen? "alles wissen" lässt unterschiedliche Honige aus Supermärkten, Discountern und Bio-Läden testen und begleitet einen Bio-Imker bei der Suche nach pestizidfreien Nahrungsquellen für seine Bienen. [mehr]

Reismehlkäfer und Co: Insekten in der medizinischen Forschung

Asiatischer Marienkäfer
Der Asiatische Marienkäfer hat ein sehr starkes Immunsystem. Bild © picture-alliance/dpa

Insekten haben viele verborgene Talente. Viele faszinierende Insekten sind sogar Helfer in der medizinischen Forschung. Dazu gehören der Asiatische Marienkäfer mit seinem extrem starken Immunsystem und der Reismehlkäfer im Kampf gegen Parkinson. Wie genau können diese Tiere helfen menschliche Krankheiten zu heilen? [zum Video]

Nervige Insekten

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Stechmücke

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Ein Herz für Tiere, das haben wir. Aber ein Herz für Insekten? Wohl kaum, denn die Schlimmsten stechen und beißen uns. Dabei ist ein Drittel der Insektenarten vom Aussterben bedroht. Ein Herz für Insekten ist also gefragt. Aber das ist nicht immer ganz einfach. Denn die Tiere können ja auch ganz schön nerven. "alles wissen" zeigt, wie wir uns am effektivsten wehren, ohne gleich zuzuschlagen. [mehr]

Bestäubungsexperiment (1/2)

Biene auf Blüte
Wenn Bienen und Co. weiter verschwinden, werden unter anderem Obsterträge massiv zurückgehen. Bild © Colourbox.de

Auch wenn Insekten uns immer wieder mal ärgern, ihr Schwund ist extrem. Und mit dem Verschwinden von Wildbienen und Co. kommen die Probleme auf uns zu. Zum Beispiel das Bestäuben der Pflanzen. Wie gut können dann noch Früchte wachsen? Wäre dann der Ertrag unserer Kulturpflanzen gefährdet? Das wollen wir herausfinden und begleiten in einer Apfelplantage des Zeppelinhofs am Bodensee ein aufwendiges Bestäubungsexperiment. [zum Video]

Bestäubungsexperiment (2/2)

Eine Schwebfliege auf einer Wiese.
Bild © picture-alliance/dpa

Der Zeppelinhof ist ein ganz normaler Bauernhof am Bodensee. Hier stehen über 100.000 Apfelbäume. Doch für ein paar Monate ist er Schauplatz unseres Bestäubungsexperimentes. Denn wie können wir es schaffen, dass Pflanzen auch in Zukunft bestäubt werden, wenn immer mehr Insekten verschwinden? Das Experiment soll es zeigen. Was funktioniert besser: Windbestäubung, Handbestäubung oder Insektenbestäubung? [zum Video]

Wie sähe die Welt ohne Insekten aus?

"Dem kleinen "Flip" ist es auch zu warm. Ich war aber sehr dankbar, dass er so lange Ruhe gehalten hat", schreibt uns hessenschau.de-Nutzerin Brigitte Kosch zu ihrem Foto.
Das Aussterben von Insekten hätte massive Auswirkungen auf unser Ökosystem. Bild © Brigitte Kosch

Keine lästigen Wespen mehr auf dem Kuchen. Keine juckenden Mückenstiche und keine Krankheiten, die von Insekten übertragen werden. Wäre das nicht großartig? Ganz falsch. Wir imaginieren eine Welt ohne Insekten und beobachten, was dann passieren würde. [zum Video]

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Bionik: Was wir von Insekten lernen können

Insekten sind in unserer Welt so wichtig. Und wenn man sie genau beobachtet, dann können wir manches abschauen. Ihre Fähigkeiten auf unsere Technik zu übertragen, dieses Fachgebiet nennt man Bionik. Alles wissen stellt Beispiele vor.

Die Architektur des Kartoffelkäfers
Nehmen wir das Dach dieses Pavillons der derzeit laufenden Bundesgartenschau in Heilbronn: Hier haben die Architekten beim Kartoffelkäfer abgeschaut. Seine Flügeldecken sind dünn und gleichzeitig aber robust. Dafür sorgen durchgängige filigrane Fasern in der Schale. Also die perfekte Konstruktionsweise für ein stabiles Dach. Bioniker haben sich an dieser Struktur orientiert und eine eigene Faser-Wickelmaschine für die Glas- und Kohlefasern konstruiert. Diese 60 Elemente sind so stabil wie ein entsprechender Stahlträger, aber fünf Mal leichter bei weniger Materialeinsatz.

Die Flugkunst der Libellen
Insekten dienen auch als Vorbild für besonders leichte Flugroboter, die zum Beispiel in Katastrophengebieten zur Aufklärung eingesetzt werden könnten. Gerade die extrem beweglichen, extrem leichten Flügel der Libelle sind das perfekte Vorbild für so einen Mini-Flugroboter. Er kann in alle Raumrichtungen manövrieren, auf der Stelle fliegen und ganz ohne Flügelschlag segeln.

Der Waldbrand-Melder des Schwarzen Kiefernprachtkäfers
Bei der von Jahr zu Jahr zunehmenden Waldbrandgefahr könnten die Fähigkeiten des Schwarzen Kiefernprachtkäfers helfen: Er kann Feuer wahrnehmen - angeblich noch in einer Entfernung von bis zu achtzig Kilometern. In seinen Fühlern hat er Zellen, die sehr stark auf Rauchgas reagieren. Außerdem hat der Käfer an seiner Körperunterseite Grubenorgane, mit denen er Infrarot-Strahlung wahrnehmen kann. Bioniker wollen nach dem Vorbild des schwarzen Kiefernprachtkäfers empfindliche Brandmelder bauen. Soweit der Plan, allerdings gibt es davon bislang nur einen Prototyp.

Die Trinkwasser-Beschaffung des Nebeltrink-Käfers
Der Nebeltrinker-Käfer lebt in der Namib-Wüste in West-Afrika. Er kann mit seiner besonders strukturierten Körperoberfläche Wasser aus Nebelschwaden gewinnen. Dieses Prinzip der Wassersammlung haben auch schon Menschen in Peru kopiert. Sie stellen große Netze auf, an deren Maschen sie die feinen Nebeltröpfchen fangen. Diese werden in Becken gesammelt, in denen das Wasser dann den Menschen zur Verfügung steht.

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Moderation: Thomas Ranft
Sendung: hr-fernsehen, "alles wissen", 11.07.2019, 20:15 Uhr