Ärztin behandelt Patienten im Krankenhaus
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Gerade in Krankenhäusern ist Hygiene unglaublich wichtig für die Gesundheit. Multiresistente Keime machen vielen Menschen Angst und sie können lebensgefährlich sein. Wie gehen Hessens Krankenhäuser gegen sie an?

Nicht jeder wird gleich krank, nur weil beim Kontrollabstrich ein multiresistenter Keim festgestellt wird. Diese Abstriche werden von Rachen und aus der Nase genommen, weil sie hier am häufigsten vorkommen. Gefährdet sind vor allem Risikogruppen wie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder chronisch pflegebedürftige Menschen. Krank machen können solche Keime auch nur, wenn Sie in den Körper gelangen und sich dort festsetzen, etwa durch eine Wunde.

Und um das zu verhindern, wird auch in Hessen einiges getan. Zum Beispiel wurde zu Beginn des Jahres die Sogenannte Hygieneverordnung geändert, die die Anforderungen an die Hygienekenntnisse und die Personalausstattung aller in den Gesundheitseinrichtungen beteiligten Berufsgruppen definiert. So muss es seit diesem Jahr verpflichtend auf jeder Krankenhausstation eine hygienebeauftragte Pflegekraft geben,  zusätzlich zum Hygieneteam, das es ohnehin schon in jedem Krankenhaus gibt. Damit soll der Kampf gegen multiresistente Erreger verbessert werden. Neu ist auch, dass es jetzt in jedem Krankenhaus einen speziellen Experten gibt, der den Einsatz von Antibiotika optimiert – der sogenannte Antiinfektiva-Experte. Denn die ausufernde Verschreibung von Antibiotika gilt als Hauptursache für die Ausbreitung von multiresistenten Keimen.

Sendung: hr-fernsehen, "alles wissen", 21.03.2019, 20:15 Uhr