"Viele sagen, dass mein Viertel schlimm ist. Aber ich finde, dass das Schöne viel stärker ist". Carolina ist 12 Jahre alt und lebt in "Rione Sanità", einem Stadtviertel am Rande der Altstadt von Neapel, im Süden von Italien. Das Schöne hier sind die vielen Leute, die unterirdischen Höhlen mit alten Malereien und die tollen Freunde vom Kinderorchester "Sanitansamble". Carolinas Viertel gilt als Problemviertel. Hier leben auch Menschen, die Chaos anrichten. Auf der Piazza erinnert eine Gedenkstatue an die, die hier sinnlos ums Leben gekommen sind, Opfer der lokalen Mafia, der Camorra. Wie der Junge Genny. "Genny ist vor drei Jahren hier gestorben, er war 17. Das war traurig", erzählt Carolina. Lange war das Viertel sich selbst überlassen, vergessen, wie ein Ghetto. Seit einiger Zeit versuchen Leute wie Carolinas Eltern und die ihrer Freundinnen daran etwas zu ändern.