"Das ideale Herzgebobbel simma ...": Ein zärtliches Lied an die Liebste im tiefsten "Frankforderisch" so vortragen, dass es zu Tränen rührt, dem Äbbelwoi huldigen und der Kneipe um die Ecke, ohne dabei bieder und altbacken daherzukommen, das kann nur einer, der den Blues hat. Rainer Weisbecker hat ihn, den Blues‚ genauer gesagt den "Mainhattan Blues".

Als noch niemand an die Rodgau Monotones dachte, sang er mit seinen "Frankfurter Bluesbube" schon auf Hessisch. Mit einem Mix aus eigenwilligen Mundartliedern und gedichteten Geschichten wird das im "Wilden Südwesten" der Mainmetropole geborene Urgestein diesen etwas anderen Comedy-Abend eröffnen. Rainer Weisbecker reimt Zeile für Zeile auf allerfeinste Weise.

"Jede Kultur hat ihren Blues", sagt der Mundartdichter und Liedermacher, "weil er weniger steif und kantig ist als Hochdeutsch“, und plädiert für den Dialekt, für die gesprochene Mundart. Das ist bei ihm "nicht stumpfes Straßen-Platt, sondern kultiviertes Bethmann-Frankfurterisch" - und doch immer aus der Sicht der "einfachen Leut'".

Beim alljährlichen "Stoffel" – "Stalburg-Theater offen Luft" -, dem Open-Air-Festival im Frankfurter Günthersburgpark, ist Urgestein Weisbecker längst Kult und sein Lied vom "Ahlen Griesbrei" die offizielle Hymne. Vorsicht: Ohrwurmgefahr.