Durch Corona wurden unsere Grundrechte in den vergangenen anderthalb Jahren immer wieder stark eingeschränkt. Unsere Demokratie wurde auf eine harte Probe gestellt. Waren die Maßnahmen immer verhältnismäßig? Wir blicken aus heutiger Sicht zurück und ziehen eine erste Bilanz, zusammen mit einem Aerosolforscher, einem Katastrophenforscher und dem hessischen Ministerpräsidenten. Und wir sprechen mit Bürgern, die besonders unter den Einschränkungen der Freiheitsrechte gelitten haben. Wie haben sie die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus erlebt?

Als im Januar 2020 der erste Covid-19-Fall in Deutschland gemeldet wurde, war noch niemandem klar, vor welchen Herausforderungen unsere Demokratie steht. Immer wieder musste in den vergangenen Monaten zwischen individueller Freiheit und Gesundheitsschutz abgewogen werden.

Welche Einschränkungen sind verhältnismäßig, welche nicht. Darüber wurde gestritten, debattiert demonstriert. Durch die Impfungen entspannt sich allmählich die Lage und es stellt sich die Frage, ob die Grundrechtseinschränkungen in Form und Dauer immer notwendig waren? Haben die verantwortlichen Politiker immer alle Seiten der Medaille betrachtet? Sind aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse immer in die politischen Entscheidungsfindung miteingeflossen? Sind bei den Maßnahmen, etwa den Ausgangsbeschränkungen, auch immer die Risiken für die Gesellschaft berücksichtigt worden? Stichwort häusliche Gewalt, Vereinsamung und psychische Erkrankungen.

In unserer Dokumentation "Corona vs. Freiheit" ziehen wir nach anderthalb Jahren eine erste Bilanz. Wir sprechen mit Menschen, die besonders unter den Einschränkungen gelitten haben, dem hessischen Ministerpräsidenten, einem Aerosolforscher, einem Katastrophenforscher und einer Kinder- und Jugendärztin.


Ein Film von Aleksandra van de Pol
Sendung: hr-fernsehen, "Corona vs. Freiheit — Stresstest für die Demokratie", 29.07.2021, 21:00 Uhr