Birgit Schäfer ist seit einem schweren Unfall im Jahr 1994 permanent auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie ist blind und zu 100 Prozent schwerbehindert. Ihr Ehemann pflegt sie seit nunmehr 24 Jahren zu Hause. Um sich nicht komplett einzuschränken, hat Birgit Schäfer zwei Rollstühle. Einen für den Innen- und einen Aktivrollstuhl für den Außenbereich. Doch der hat nun das zeitliche gesegnet. Ersatzteile sind für das Modell nicht mehr zu bekommen, die Produktion desselben ist eingestellt. Die Schäfers beantragen also einen neuen Aktivrollstuhl. Kein Problem denken sie, doch da haben sie die Rechnung ohne die Krankenkasse gemacht. Die will erst einmal ein Prüfverfahren durch den Medizinischen Dienst (MDK). Die Schäfers verstehen die Welt nicht mehr. In den vergangenen 20 Jahren war es nie ein Problem, einen neuen Rollstuhl zu beantragen, wenn der alte ausgedient hatte. Der MDK lässt die Prüffrist verstreichen, woraufhin die Kasse den Antrag ablehnt. Jetzt reicht’s.