Der Großteil aller Nutz- und Wildpflanzen wird von der Honigbiene bestäubt, ein hoher Prozentsatz der Nahrungsmittelerzeugung hängt von ihnen ab. Aber es gibt immer weniger Bienen, die von Blüte zu Blüte fliegen können. Denn ihre lebenswichtige Orientierung gerät durch Insektizide immer häufiger durcheinander. Laut Studien gab es zwischen 1989 und 2016 einen Rückgang von bis zu 82 Prozent der Fluginsekten-Biomasse. Seit Jahren gibt es daher ein politisches Tauziehen um die Gruppe der Neonicotinoide, das sind Pflanzenschutzmittel, die auf Bienen wie ein Nervengift wirken. Neonicotinoide sind die weltweit meist eingesetzten Insektengifte. Sie werden häufig als Beizmittel für Saatgut verwendet, aber auch als Spritzmittel eingesetzt. Die Neonicotinoide erlangten 2008 traurige Berühmtheit. Im Rheintal starben damals Millionen Bienen, vergiftet durch ein Neonicotinoid.